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Rendsburg Jetzt sind Ideen für die Nooröffnung gefragt
Lokales Rendsburg Jetzt sind Ideen für die Nooröffnung gefragt
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14:45 03.01.2012

Wie berichtet wird die Raiffeisen HaGe ihren Betrieb vom Hafen in das erweiterte Gewerbegebiet Nord verlegen. Die Stadt will das Areal der HaGe für drei Millionen Euro erwerben, zwei Millionen davon werden über Stadtumbau West bezuschusst. 600000 Euro sollen durch den Verkauf des neuen Betriebsgeländes wieder zurück in die Stadtkasse fließen. In Kürze ist die Vertragsunterzeichnung geplant.

Die Raiffeisen-Verlagerung eröffnet die Chance, die Nooröffnung zu entwickeln. Hinter diesem Arbeitstitel, so Bürgermeister Jörg Sibbel, verberge sich nicht eine komplette Wiederöffnung der alten Noorverbindung. Vielmehr gehe es darum, den Naturerlebnisraum Noor und den Innenhafen samt City besser miteinander zu vernetzen, die Verbindung wieder spürbar zu machen.

Wie das geschehen kann, soll der Wettbewerb für zwei „Teilräume“ zeigen. Für den Bereich Innenhafen geht es um die Fortführungen der Hafenpromenade auf der nördlichen Seite bis zum Borbyer Ufer, ergänzende Bebauung und die Nutzung des Parkplatzes Steindamm. Für den Bereich Nooröffnung werden die Entwicklung einer Wasserfläche, die Bebauung, die Parksituation und die Begrünung im Blickpunkt stehen.

Über ein europaweites Interessenbekundungsverfahren werden 15 Planungsbüros aufgefordert, Ideen zu entwickeln. Die Politik trifft daraus eine Auswahl von fünf Entwürfen, alle 15 Vorschläge werden im März den Bürgern zur Stellungnahme öffentlich vorgestellt. In einer zweiten Stufe konkretisieren die ausgewählten Büros ihr Konzepte zu umsetzungsfähigen Plänen. „Wir wollen keine Wolkenkuckucksheime“, sagte der für den Wettbewerb zuständige Stadtplaner Volker Zahn.

Anschließend werden wiederum die Bürger gehört. Im Juli fällt dann die Ratsversammlung einen Grundsatzbeschluss über den Entwurf, der weiterverfolgt werden soll. Während am Innenhafen eine „Verbesserung des Bestandes“ angestrebt wird, soll es auf der Nooröffnung „wesentliche Umstrukturierungen“ geben. Aus diesem Grund sind für dieses Stadtumbaugebiet auch vorbereitende Untersuchungen geplant.

Sollte es als Sanierungsgebiet festgelegt werden, hat das für die Anlieger zur Folge, dass ein Sanierungsvermerk ins Grundbuch eingetragen wird. Das heißt: Fast alle Rechtsgeschäfte wie Verkäufe und langfristige Vermietungen sind zu genehmigen, erläuterte Heiner Sonderfeld vom Sanierungsträger BIG-Städtebau. Dadurch sollten vor allem überhöhte Preise verhindert werden. Vorteile für die Grundeigner: Es gebe Sonderabschreibungen und Sanierungszuschüsse. Ausbaubeiträge werden nicht erhoben, aber Ausgleichszahlungen bei Wertsteigerungen.

Die Sanierungsdauer beträgt laut Sonderfeld in der Regel zehn bis 15 Jahre. Sanierungsgebiete hatte es in Eckernförde bereits in den 70er/80er Jahren gegeben. Damals wurde die Ostseite des Jungfernstiegs neu bebaut und wurden Gebäude in der Innenstadt hergerichtet.

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