2 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Soziales Quartier ohne die Johanniter

Kronshagen Soziales Quartier ohne die Johanniter

Das Projekt Soziales Quartier in Kronshagen kommt nicht voran. Der Bauausschuss vertagte am Montag einstimmig den Beschluss über den Bebauungsplan 25 für das Gebiet an der Eckernförder Straße. Wie die Kieler Nachrichten erfuhren, sind die Johanniter als Betreiber ausgestiegen.

Voriger Artikel
Kreishaus soll mit Eis heizen
Nächster Artikel
Landrat kündigt Bau neuer Radwege an

Soziales Quartier: Ein Investor plant an der Eckernförder Straße 100 stationäre Pflegeplätze, Betreutes Wohnen und Tagespflege. Doch der Betreiber, die Johanniter, hat sich zurückgezogen.

Quelle: Torsten Müller

Kronshagen. Seit Längerem wird die knapp ein Hektar große Fläche an der Automeile nur noch zum Abstellen von Fahrzeugen genutzt. Dort plant ein Investor aus Kronshagen zusammen mit einem Vorhabenträger, der HK Immoinvest aus Offenbach, eine dreigeschossige Zukunft in einem sogenannten Sozialen Quartier. In den Gebäuden sollen laut Entwurf eine stationäre Schwerstpflegeeinrichtung mit etwa 100 Plätzen, eine Tagespflege für bis zu 20 Personen, 24 Apartments für ambulant betreute Wohngruppen und 16 Wohnungen für das Betreute Wohnen geschaffen werden.

Vor einem Jahr stellte der Offenbacher Vorhabenträger das Projekt zunächst in nichtöffentlichen Sitzungen in Kronshagen vor. Dabei konnte die HK Immoinvest auf eine bundesweit vielfältige Zusammenarbeit mit den Johannitern verweisen. Der Orden sollte auch das Projekt an der Eckernförder Straße als langfristiger Mieter betreiben. „Stehen die Johanniter überhaupt noch zur Verfügung? Wir würden gern mal den Durchführungsvertrag sehen“, äußerte sich Daniel Kiewitz (CDU) im Ausschuss skeptisch, und Johannes Reimann (SPD) schob nach: „Es fällt die völlige Abstinenz der Johanniter im Verfahren auf.“

„Wir sind aus dem Projekt erst mal ausgestiegen“, bestätigte Udo Neumann, Regionalvorstand der Johanniter in Kiel, auf Nachfrage dieser Zeitung. Der Orden stehe zwar voll hinter dem Projekt, doch die Wirtschaftlichkeit sei nicht gegeben: „Mit dem Investor, der eine Rendite braucht, sind wir nicht auf einen Nenner gekommen“, erklärte Neumann.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3