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Rendsburg DRK-Kreisverband verärgert Gemeinde
Lokales Rendsburg DRK-Kreisverband verärgert Gemeinde
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09:00 25.10.2018
Von Torsten Müller
Das Alten- und Pflegeheim am Amalienweg errichtete das DRK 1978. Der Anbau für das Betreute Wohnen war 1992 bezugsfertig. Quelle: Torsten Müller
Kronshagen

Auf Initiative von Wolfgang Weskamp (SPD) unterstützte das Gremium einstimmig das Vorhaben von Bürgermeister Ingo Sander (CDU), noch einmal Verhandlungen mit dem „Partner“, dem DRK-Kreisverband, aufzunehmen.

Kronshagen hatte Kredite und Zuschüsse für den Bau gegeben

Nach Ansicht von Weskamp müsse es nun Ziel sein, „das Beste für Kronshagen und seine Bürger herauszuholen“. Das 1978 errichtete Seniorenzentrum sei ein „integraler Bestandteil“ der Gemeinde. „Es ist ein Unding, dass der Bürgermeister die Nachricht vom Verkauf quasi aus der Zeitung erfahren musste“, kritisierte Weskamp. Kronshagen habe seinerzeit für den Bau Kredite sowie Zuschüsse gewährt und dafür ein Belegungsrecht für seine Bürger erhalten. „Jetzt informiert man uns nicht mal“, ärgerte er sich.

Bleibt das Seniorenzentrum eine Einheit?

Wie berichtet, soll die DRK-Tochter Pflegedienste Rendsburg-Eckernförde gGmbH wegen einer finanziellen Schieflage von einem Berliner Betreiber übernommen werden. Gebäude und Grundstücke erwirbt ein französischer Investor, der die Räume an den Betreiber vermietet. Lediglich die Dienste für das Betreute Wohnen in dem 1992 fertiggestellten Anbau behält der DRK-Kreisverband. „Bleibt das Seniorenzentrum eine Einheit?“, fragte Weskamp. Der Sozialausschuss müsse die Entwicklung beobachten.

Bürgermeister wäre gern früher informiert worden

„Ich weiß bisher relativ wenig, es ist der Sachstand wie in der Zeitung. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich gern früher informiert worden wäre“, sagte der Bürgermeister. Erst am vergangenen Donnerstag habe der Kreisgeschäftsführer versucht, ihn im Rathaus zu erreichen. Wegen seines Urlaubs sei das Gespräch aber erst am Montag zustande gekommen.

Sorge um Lohndrückerei

„Das ist eine heftige Nummer, die da abgeht“, sagte Ulrike Khuen-Rauter (Grüne). Sie mache sich auch Sorgen um die Mitarbeiter: „Die neuen Arbeitsverträge kommen hoffentlich ohne Lohndrückerei aus.“

Ein Pflegeplatz nur für 4000 Euro aufwärts?

Auch Ehrenbürger Cord Peter Lubinski, ehemaliger SPD-Fraktionschef, schaltete sich in die Diskussion ein. Er war in der 70er Jahren an den Verhandlungen mit dem DRK beteiligt. Damals habe es ein hohes Ansehen gehabt, jetzt sei es dabei, Vertrauen zu verspielen: „Es ist eine gewisse Form der Arroganz, dass man den Bürgermeister nicht rechtzeitig unterrichtet und nicht gemeinsam nach Lösungen gesucht hat.“ Der Sanierungsstau sei zwar schon lange hoch gewesen, aber nun gehe es um die Angelegenheit aller, wenn der Investor Rendite erwirtschaften wolle und ein Pflegeplatz vielleicht künftig nur ab 4000 Euro aufwärts zu haben sei. „Dafür habe ich damals nicht gekämpft“, sagte Lubinski und erhielt Applaus.

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