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Rendsburg Vorsicht: Jetzt beginnnt die Jagdzeit
Lokales Rendsburg Vorsicht: Jetzt beginnnt die Jagdzeit
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07:00 09.11.2018
LJV-Geschäftsführer Marcus Börner mit Hündin Amy und entsprechender Kleidung in Signalfarbe: Mit den Schildern wird auf Jagdbetrieb hingewiesen. Quelle: Sorka Eixmann
Flintbek

Marcus Börner ist Geschäftsführer beim Landesjagdverband - und natürlich auch passionierter Jäger. Er macht deutlich: „Wenn Hinweisschilder wie ,Achtung Jagd' installiert werden, sollten sie von den Spaziergängern oder Autofahrern auch ernst genommen werden. Denn diese Schilder weisen an Straßen und Wegen darauf hin, dass eine Bewegungsjagd stattfindet“, betont Börner.

Wildtiere queren überraschend die Straßen

Und das bedeutet, dass Wildtiere und auch Jagdhunde überraschend Straßen auch tagsüber überqueren können. „In dem Zusammenhang wäre es schön, wenn Autofahrer die Warnschilder beachten und auch die Geschwindigkeit drosseln.“ Börner hat auch ein Beispiel parat, um seine Worte zu verdeutlichen: Mit Tempo 60 statt 100 reduziert sich der Bremsweg bereits um mehr als die Hälfte. „Das kann einen Unfall mit einem Jagdhund oder einem Wildtier deutlich verhindern.“

Doch nicht nur Tiere, die Straßen plötzlich queren, bilden einen Gefahrenherd. Jagden sind mit Schussgeräuschen, also Lärm, verbunden, daher sollten sich auch Spaziergänger an die Sperrung von Wäldern zum Zeitpunkt der Jagd halten. Auch Reiter sind betroffen, denn Pferde sind Fluchttiere und nicht immer an Schussgeräusche gewöhnt.

Für die Teilnehmer von Jagden gelten strenge Sicherheitsvorschriften. „Das fängt mit dem Tragen von gut sichtbarer Sicherheitsbekleidung in Signalfarben an. Jeder Jäger wird vor Beginn der Jagd auf seinem Hochsitz eingewiesen, Schuss-Bereiche werden festgelegt“, erklärt Börner. Grundsätzlich gilt: Die Kugel darf nur in Richtung Boden abgefeuert werden, nicht jedoch in Richtung Menschen, Siedlungen oder Verkehrswege.

Strenge Sicherheitsvorschriften

Bewegungsjagden dauern etwa zwei Stunden und ermöglichen dabei eine effektive und zugleich schonende Bejagung des Wildes. Treiber und speziell ausgebildete Hunde haben die Aufgabe, Wildschweine, Rehe und Hirsche aufzuspüren. Die Wildtiere sollen möglichst ruhig unterwegs sein. „So bleibt den Jägern genügend Zeit, gemäß der strengen Vorgaben Tiere auszuwählen und zu erlegen.“

Mit Bewegungsjagden können die Bestände von Wildtieren effektiv reduziert werden. „Das Ergebnis ist hochwertiges Wildbret“, schwärmt Börner. Für ihn steht fest, dass Jagd notwendig ist. „Ob Reh- und Damwild oder auch Wildschweine, die Wildtierarten vermehren sich in unserer Kulturlandschaft aufgrund der günstigen Klimabedingungen und der guten Nahrungssituation stark. Allein das Wildschwein könnte ohne Jagd seine Bestände jährlich verdreifachen. Die Folge wären große Schäden in Wäldern und auf landwirtschaftlichen Flächen. Zudem würden sich Tierseuchen schnell ausbreiten“, betont Börner.

Von Sorka Eixmann

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