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Rendsburg Der Garten steht im Mittelpunkt
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07:06 02.06.2018
Museumsleiter Dr. Wolfgang Rüther zeigt einen Teil der Ausstellung, in der das Werkzeug präsentiert wird. Quelle: Sorka Eixmann
Molfsee

Seit elf Jahren kooperieren Freilichtmuseum und Landfrauenarchiv, Ausstellungsauftakt war 2009 mit „LandFrauenGeschichte“, es folgte 2012/13 „Frauenleben-Lebensmomente“ und 2014 „Erinnerungen“. Ab Montag, 4. Juni, können sich die Besucher über die nächste Sonderausstellung freuen: Bei „Kohl-, Appel- un Blomenhoff“ stehen historische Bauerngärten im Mittelpunkt, die gemischten Blumen- und Nutzgärten der Landfrauen erzählen Geschichten – nicht nur vom Gärtnern.

Zwei Jahre lang wird die Ausstellung zu sehen sein

Kuratorin ist Dr. Ulrike Looft-Gaude, sie ist gleichzeitig verantwortlich für das Landfrauen-Archiv am Museum, Ausstellungsarchitektin Eva Stankowski hat maßgeblich mitgewirkt. Fest steht: „Die Ausstellung wird zwei Jahre bei uns bleiben, der Hauptteil der Ausstellung ist im Barghaus aus Arentsee zu sehen“, erklärte Museumsleiter Dr. Wolfgang Rüther. Doch auch die Gärten im Museum gehören zur Ausstellung.

In Kiel gab es eine Gartenfachschule für Frauen

„Das ist Zeitgeschichte aus weiblicher Sicht“, betont Rüther und die Geschäftsführerin beim Landfrauenverband Schleswig-Holstein, Ulrike Michaelis, stimmt zu: „Um die Jahrhundertwende gab es als Novum in Kiel eine Gartenbaufachschule für Frauen. Drei Jahre dauerte die Ausbildung, ein Beleg für Emanzipation und Bildung in dem Bereich.“ Sie weiß auch: „Das Wirtschaftswachstum in den 50er- und 60er-Jahren hat damit zu tun, dass gut von Frauen geführte Gärten dafür gesorgt haben, dass Geld nicht für Lebensmittel verwendet werden musste“, so Michaelis.

Die Ausstellung umfasst Ton- und Filmdokumente, Stationen für den Nachwuchs, eine vielfältige Auswahl an Gartengeräten, Fotografien sowie kleinen und großen Dingen, die im vergangenen Jahrhundert in Gärten zu finden waren.

„Kohl-, Appel- un Blomenhoff – Ländliche Hausgärten in Schleswig-Holstein“ , Freilichtmuseum Molfsee, ab 4. Juni täglich von 9 bis 18 Uhr, Eintritt 8 Euro.

Von Sorka Eixmann

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