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Rendsburg Fällen, Kunstwerk oder treiben lassen
Lokales Rendsburg Fällen, Kunstwerk oder treiben lassen
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17:25 10.09.2018
Von Frank Scheer
Über die Zukunft des Stumpfes der Bordesholmer Gerichtslinde wird am 20. September im Rathaus beraten. Quelle: Frank Scheer
Bordesholm

Beispielsweise hat ein Bürger 10.000 Euro für den Linden-Rest  geboten – um daraus ein öffentliches Kunstwerk zu machen. Die Idee ist eine von insgesamt 21, die nach einem Aufruf im Rathaus eingereicht wurden. Am Montag lief die Abgabefrist aus. Am 29. Mai war ein Hauptstamm auf den Lindenplatz gekracht. Wegen statischer Probleme musste auch die andere Baumseite stark eingekürzt werden.

Bürgermeister Ronald Büssow betonte, dass man vorab prüfen lässt, ob man das Naturdenkmal überhaupt verändern darf. „Der Baum stand unter Denkmalschutz. Wir haben angefragt, ob dies auch für den Stumpf gilt. Wenn ja, dann können wir uns eine Debatte in alle Richtungen sparen.“ Amtsdirektor Heinrich Lembrecht betonte, dass eine Aussage vom Landesamt für Denkmalpflege noch nicht vorliegt.

Brandkrustenpilz war vor zehn Jahren festgestellt worden

Vor mehr als zehn Jahren war bei der Gerichtslinde der Brandkrustenpilz diagnostiziert worden. Der Baumsachverständige Prof. Dirk Dujesiefken empfiehlt den Stumpf zu entfernen und die Neuanpflanzung eines identischen Nachkommens. Fünf mit einem Stammumfang von 20 bis 25 Zentimetern stehen zur Verfügung. Zwölf Kubikmeter Erde müssten ausgetauscht werden. Diese Richtung schlagen auch etliche Kommunalpolitiker, aber auch viele Bürger ein.

Ein Vorschlag: Linde sich selbst überlassen

Für Karin Jauer-Butscher, die 35 Jahre gegenüber von der Linde wohnt, gibt es nur eine richtige Entscheidung: „Sie muss bleiben!“. Aber es gibt auch ganz andere Ideen: Ein Bürger möchte, dass der Lindenrest mit Acryl ausgegossen wird und somit erhalten bleibt. Ein älteres Ehepaar schlägt vor, den Baum zu kappen, zu trocknen und von einem Holzschnitzer bearbeiten zu lassen. Auf einem Podest könnte das Kunstwerk neben einem Jungbaum gezeigt werden. Der Verbleib wird auch vorgeschlagen: Durch regelmäßige Pflegeschnitte sollten die Triebe in Form gebracht werden. Es wird an die Paderborner Domlinde erinnert, die sich nach einem Rückschlag wieder erholt hatte.

Die Zusammengehörigkeit von Amt und Gemeinde steht hinter einer anderen Idee: Es sollten zwei Linden neu gepflanzt werden, die mit der Zeit zusammenwachsen: die „Bordesholmer Doppellinde“. Ein Vorschlag aus einer Befragung der FDP: eine Junglinde pflanzen, die Sitzungsbank aber im alten Umfang belassen,um die vorherige Dimension deutlich zu machen.

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