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Rendsburg Friseur Dritter bei Bundeswettbewerb
Lokales Rendsburg Friseur Dritter bei Bundeswettbewerb
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15:57 25.10.2018
Von Torsten Müller
Talent aus dem Norden: Mohamad Bali aus Kronshagen belegte den dritten Platz beim Bundesentscheid des Friseurhandwerks. Quelle: Torsten Müller
Kronshagen

Die kurdischen Eltern von Mohamad Bali waren in den 90er-Jahren vor der Gewaltherrschaft von Saddam Hussein aus dem Nordirak geflohen. Ihr Sohn  kam in Nürnberg zur Welt, wuchs in Kiel auf und ging in Mettenhof zur Schule. Bei Friseurmeister Marco Evers in Kronshagen bewarb sich der Schüler um ein zweiwöchiges Praktikum. Schnell stellte der Ausbilder dabei die Leidenschaft fest: „Er will gut sein und hat einen hohen Anspruch an sich.“

Ausbildung bei "Marco - Hauptsachen"

Vor drei Jahren begann Mohamad Bali mit der Ausbildung bei „Marco – Hauptsachen“. In dem Betrieb mit 15 Angestellten fand er die optimale Unterstützung: „Hier konnte ich üben. Man ließ mir die künstlerische Freiheit. Dann bin ich am besten“, macht er selbstbewusst klar.

Flechtwerk und eine "Banane"

In diesem August sprach die Handwerkskammer Kiel den 21-Jährige frei und kürte ihn zum Innungsbesten. Nur vier Wochen später siegte er beim Landesentscheid und qualifizierte sich damit für den Bundeswettbewerb. Hochsteckfrisuren kreiert „Momo“ am liebsten, da kann er seine Fantasie voll ausleben. „Auf der Bühne in Nürnberg wollte ich etwas Geometrisches, Extravagantes mit lauter schwierigen Elemente machen“, erzählt er begeistert. Die langen Haare seines Modells verwandelte er in eine sogenannte „Banane“ und ein betörendes Flechtwerk über dem Gesicht. Zudem präsentierte er je einen Damen- und Herrenhaarschnitt.

Den ersten und zweiten Platz belegten Friseurinnen aus Baden-Württemberg und Bayern. „Die in Süddeutschland haben ganz andere Startbedingungen. Die bekommen Trainer und Sponsoren. Wir haben Momo einfach nur gelassen“, sagt Marco Evers.

Jetzt jedes Jahr zu Wettbewerben

Mohamad Bali sieht keinen Grund, sich nun auf seinen auf seinen Lorbeeren auszuruhen: „Jetzt geht’s erst richtig los. Ich muss noch eine Menge lernen.“ Sein Ziel hat er klar vor Augen: „Ich werde nun jedes Jahr an Wettbewerben teilnehmen.“ Am kommenden Sonntag kann er sich auf jeden Fall erst einmal feiern lassen: Die Handwerkskammer wird den jungen Figaro in Lübeck ehren.

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