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Rendsburg Ein Blockheizkraftwerk im Rathauskeller?
Lokales Rendsburg Ein Blockheizkraftwerk im Rathauskeller?
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07:45 11.10.2017
Von Gunda Meyer
Kerrin Bracker (von links) Dieter Staschewski, Gerd Kröger, Christoph Tretow, Horst Krebs, Winfried Bentke, Elena Einnatz und Michael Knitter wollen das Energie-Konzept in den Gebäuden rund um den Marktplatz voranbringen. Quelle: Gunda Meyer

Ziel soll nicht nur sein, den Energieverbrauch und den Co2-Ausstoß zu reduzieren, sondern auch die zum Teil historischen Gebäude energetisch optimal zu sanieren.

300 Meter lange Trasse geplant

„Die erste Idee ist, ein Blockheizkraftwerk im Keller des Rathauses zu errichten und von dort eine 300 Meter lange Trasse entlang des Markushauses in Richtung Weißes Haus zu legen“, erklärt Kerrin Bracker, der bei den Stadtwerken für das Quartierprojekt verantwortlich ist. Die bisherigen Gas- oder Öl-Heizungen, die in den elf Gebäuden des Amtes, der Stadt, der Sparkasse und einiger Gastronomen in dem Bereich stehen, sind zwischen zwölf und 30 Jahre alt. „Da besteht Handungsbedarf.“

Zwei Heizwerke stehen schon in der Stadt

Bis zu 80 Prozent des Engergiebedarfs kommen durch die Wärmeversorgung, erklärt Energieberater Michael Knitter vom Büro EWN, das gemeinsam mit den Stadtwerken seit eineinhalb Jahren an dem Konzept arbeitet. „Wer sich an das zentrale Blockheizkraftwerk anschließt, hat keine Gas- oder Ölanlage im Keller stehen und spart sich die Wartung durch den Schornsteinfeger“, so Knitter. Außerdem produziere das Blockheizkraftwerk gleichzeitig Strom. Zwei dieser Anlagen stehen bereits an der Gemeinschaftsschule und am TuS-Sportheim.

Neben der zentralen Wärmeversorgung sollen bei sämtlichen Gebäuden die Möglichkeiten einer energetischen Gebäudesanierung gleich mit geprüft werden.

Fördergelder von KfW und Land

Die Stadt Nortorf hat für das Konzept Fördergelder in Höhe von rund 65 Prozent der Investitionen beantragt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). „Dazu kommen weitere 20 Prozent vom Land Schleswig-Holstein“, sagt Bürgermeister Horst Krebs. Zur Höhe der Kosten konnte Knitter noch keine Angaben machen, „das hängt von der Größe des Heizwerkes und der Zahl der Teilnehmer ab“, erklärt Knitter.

Sportlicher Zeitplan

Abgeschlossen sein sollen die Planungen bis spätestens März kommenden Jahres und schon zur Heizperiode im Winter 2018/19 soll das Projekt realisiert werden. „Das ist ein sportlicher Zeitplan aber machbar“, sagt Bracker.

Das Modellprojekt soll mit den Akteuren gemeinsam erarbeitet werden, betont Stadtwerkechef Winfried Bentke. Wer sich mit seinem Gebäude im Quartier rund um den Marktplatz an diesem Projekt beteiligen möchte, kann sich bei den Stadtwerken melden (Telefon: 04392/9130104).

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