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Rendsburg Offizielle Graffiti-Wände?
Lokales Rendsburg Offizielle Graffiti-Wände?
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16:20 17.03.2009
Altenholz

Liliana Christensen bezweifelte, ob die Freigabe bestimmter Wände das Sprayen auf anderen Flächen eingrenzen könnte: „Das Illegale reizt doch.“ Niklas Falk, der die Sitzung leitete, wies auf den Tunnel unter der B 503 hin, in dem jeden Tag neue aufgesprayte Zeichen dazu kämen, unter der nahen Brücke ebenfalls. Hier zum Sprayen einladen, vorher die Flächen mit gesponserter Farbe weißen, war seine Anregung.

Die Gemeinde sei Mitglied im Bündnis gegen Graffiti, erläuterte Bürgermeister Horst Striebich den Jugendlichen im Beirat, angestrebt sei das sofortige Entfernen der farbigen Zeichen, die als Sachbeschädigung zu werten seien. Auch die Altenholzer Polizei, mit der er gesprochen habe, sei durchaus dafür, bestimmte Flächen offiziell zum Sprayen freizugeben: „Nur wo? Darüber müssen wir uns Gedanken machen.“

Marina Klammer vom Institut für Gewaltprävention in Altenholz warnte indes: „Das lockt Auswärtige an, die dann in der Gemeinde auch woanders sprayen“, das gehe nicht ohne Aufsicht. Nun will der Jugendbeirat - in der Sitzung waren nur sieben der 13 Mitglieder anwesend - im größeren Kreis klären, wer als Sponsor einer offiziellen Sprayaktion in Frage kommt und wo dafür die Wände freigegeben oder aufgestellt werden sollten? Klar ist bereits, dass der Beirat mit einem Vertreter der Polizei über Erfahrungen mit Sprayern sprechen will.

Was wird aus der jetzigen Tartanbahn am Rande des Schulzentrums?, erkundigte sich Andreas Kämpfer. Die sei jetzt schon so sehr von Maulwürfen unterwandert, dass sie nicht mehr genutzt werden könne. Und sie werde bei den Bauarbeiten für die neue Grundschule ab den Sommerferien gar nicht mehr zur Verfügung stehen, erläuterte Bürgermeister Striebich, weil dort dann der Baustellenverkehr durchrolle. Er bat die Jugendlichen darum, sich Gedanken über einen Standort für eine neue Bahn zu machen, aber auch beim Thema Schulbau generell mitzuarbeiten. Außerdem wolle die Gemeinde den Rat für Kriminalitätsverhütung wieder aktivieren und über neue Aktionen sprechen. „Wenn sich der Jugendbeirat daran auch beteiligt, wäre es schön“, sagte Striebich, zum Beispiel beim Thema Sicherheit auf dem Schulweg.

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