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Rendsburg Führungswechsel bei der WuB
Lokales Rendsburg Führungswechsel bei der WuB
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15:12 28.06.2018
Von Torsten Müller
Wechsel bei der Werk- und Betreuungsstätte für Körperbehinderte in Ottendorf: Nach 33 Jahren als Geschäftsführer geht Herbert Herzberg (links) in den Ruhestand. Ihm folgt Andreas Borck nach. Quelle: Torsten Müller
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Ottendorf

„Als ich am 11. November 1985 in Ottendorf anfing, war ich gerade 30 Jahre alt. Die Werk- und Betreuungsstätte gab mir die Gelegenheit, etwas zu gestalten und neu aufzubauen“, sagt Herzberg, gebürtiger Kieler, im Rückblick. Anzupacken gab es genug: „Ich fand ein in die Jahre gekommenes Haus, nicht gut geregelte Abläufe und eine angespannte finanzielle Situation vor“, erinnert sich der Geschäftsführer. Dass sich das Blatt wendete, betont er, habe nicht nur an ihm, sondern vor allem auch an den Mitarbeitern gelegen. Sie seien bereit gewesen, mitzugehen und sich zu verändern.

Zahl der Mitarbeiter stieg von 50 auf 250 an

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich die Zahl der Mitarbeiter deutlich erhöht: Sie stieg von knapp 50 auf mehr als 200 an. Zählt man auch noch die der Tochtergesellschaft AD Ambulante Dienste, die Herzberg 1997 gründete, hinzu, sind es etwa 250. Eines hat sich für den langjährigen Geschäftsführer jedoch nicht verändert: „Dass der Mensch im Mittelpunkt steht, ist uns weiterhin das Wichtigste.“

"Von einer inklusiven Gesellschaft können wir noch nicht sprechen."

„Es geht um Teilhabe am Arbeitsleben, nicht nur um soziale Teilhabe“, sagt Andreas Borck, ab 1. August alleiniger Geschäftsführer. Darüber hinaus bemüht sich die WuB darum, für Menschen mit Behinderung Normalität auch in anderen Bereichen zu schaffen: etwa durch kleine Wohnstätten mit familienähnlichen Strukturen in Kiel und Kronshagen und durch eine übergreifende Lernwerkstatt, wo Fremdsprachen angeeignet und Bildung erfahren werden können. Für Borck ist es wichtig, dass Menschen mit hohem Assistenzbedarf auch unter dem neuen Teilhabe-Gesetz weiterhin die Vielfalt ihres sozialen Lebensraums nutzen können. Herzberg ist im Rückblick überzeugt: "Von einer inklusiven Gesellschaft können wir noch nicht sprechen."

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