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Rendsburg Polizei brachte das Opfer zum Gericht
Lokales Rendsburg Polizei brachte das Opfer zum Gericht
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20:00 01.11.2018
Vor dem Gericht in Rendsburg wurde die Messerattacke verhandelt.
Rendsburg

Aus vier Stichwunden im Hals und am linken Arm blutete der Wettbüro-Gast, als er am 26. März 2017 ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Wunden wurden genäht. Nach Aussagen eines Arztes, den eine als Zeugin befragte Polizistin zitierte, waren die Wunden weniger gravierend, als anfangs angenommen.

In der Verhandlung am Donnerstag machte das Opfer gegenüber der Richterin klar: „Ich ziehe meine Klage zurück. Für mich ist es abgeschlossen.“ Er war zu Beginn der Verhandlung am Morgen nicht erschienen. Die Richterin entsandte zwei Polizeibeamte zu seiner Wohnung. Sie baten ihn in den Zeugenstand. Aussagen zum Streitverlauf machte der 47-Jährige erst, als die Richterin ihm die Folgen einer nachweisbaren Lüge klar machte: Es drohen Ordnungshaft und Ordnungsgeld.

Der Angeklagte erklärte dem Gericht sein Motiv: Er hatte für ein Unternehmen zur Probe gearbeitet. Das spätere Opfer habe dem Firmen-Chef erzählt, dass der Angeklagte nicht schwer heben könne. Daraufhin sei er von der Firma nicht übernommen worden. Als er den 47-Jährigen im Wettbüro sah, stellte er ihn zur Rede und ohrfeigte ihn. Er ging nach draußen. Als er zurückkehrte, sei der 47-Jährige mit einem Barhocker auf ihn losgegangen.

Er habe sich an ein mitgenommenes Küchenmesser in der Hosentasche erinnert. Damit habe er sich verteidigt. Den Daumen habe er bis kurz vor das Klingenende geschoben, so dass nur ein Zentimeter Spitze übrig blieb. „Ich wollte ihn nicht töten, ich wollte mich schützen. Ich bedauere die Verletzungen.“

Das Opfer erinnerte sich so: Die Ohrfeigen seien ihm unerklärlich gewesen. Beim zweiten Angriff habe er sich gewehrt und mit dem Barhocker geschützt.

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Von König Beate

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