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Rendsburg Zeit für eine Neuorientierung?
Lokales Rendsburg Zeit für eine Neuorientierung?
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17:06 08.10.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Der Schwerlasthafen am Südufer des Nord-Ostsee-Kanals gehört der Rendsburg Port Authority. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Christian Hauck, der Vorsitzende der gemeinsamen Fraktion aus der Wählergemeinschaft FWO und der SPD in Osterrönfelds Gemeindevertretung, brachte den Stein ins Rollen. Der Politiker setzte vor wenigen Tagen durch, dass seine Gemeinde ein unabhängiges Gutachten zum Geschäftsmodell der Rendsburg Port Authority (RPA) mit drei Gesellschaftern und drei Geschäftsführern fordert.

"Zeit, das Modell zu prüfen"

Hauck: "Es ist an der Zeit, das Geschäftsmodell zu überprüfen. Dass wir nun auch die internen Strukturen anschauen, gehört dazu. Ich kann nicht beurteilen, ob das Geschäftsmodell noch zeitgemäß ist. Deshalb will ich ja das Gutachten." Schließlich habe sich die Windbranche seit den Anfängen von RPA kräftig geändert. Es sei nötig, sich Rat zu holen. "Beratungsresistenz ist das Schlimmste."

Thema im Aufsichtsrat

Die Initiative des Osterrönfelders hat die Verantwortlichen bei RPA aufgeschreckt. Der Aufsichtsrat werde Ende November das Thema beraten, kündigte Peter Klarmann, einer der drei Geschäftsführer, am Montag an.

Landrat Rolf-Oliver Schwemer und Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast unterstützen die Osterrönfelder Initiative, erklärten sie gestern. Rendsburg, Osterrönfeld und die Kreis-Wirtschaftsförderungsgesellschaft sind Gesellschafter der RPA.

"Nur Windkraft geht nicht mehr"

RPA steuere schon um, sagt ihr Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Brunkert. Die Gesellschaft verkaufe Grundstücke an Unternehmen, die nichts mit Windkraft zu tun haben. "Ausschließlich auf Windenergie zu setzen, geht nicht mehr." Es sei jetzt an der Zeit zu bilanzieren. "Was haben wir bisher erreicht? Müssen wir uns neu ausrichten?"

2008 gegründet

Der 2008 als Neuer Hafen Kiel-Canal gegründeten Rendsburg Port Authority (RPA) gehören der Schwerlasthafen am Südufer des Kanals und ein 50 Hektar großes Gewerbegebiet. Gesellschafter sind die Kreis-Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Rendsburg und Osterrönfeld.

Gewerbefläche liegen brach

Anfangs war das Gewerbegebiet nur für Hafen- und Windkraftfirmen vorgesehen. Das ließ sich nicht durchhalten. Bisher hat Ener-con als einziger Vertreter der Windbranche zwei Hektar gepachtet, ohne sie zu nutzen. Daneben verkaufte RPA jetzt zweieinhalb Hektar an einen Autoteilehändler, eine Heizungs- und Lüftungsfirma sowie eine Physiotherapiepraxis. Der Rest liegt brach.

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