16 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Rendsburg: Frau rettet sich auf Straße

Messerangriff Rendsburg: Frau rettet sich auf Straße

Eine 22 Jahre alte Frau wurde in der Nacht zum Freitag in Rendsburg Opfer eines blutigen Messerangriffs. Ihr aus Syrien stammender Ehemann soll sie in der gemeinsamen Wohnung angegriffen haben. Die Polizei nahm den Mann fest.

Voriger Artikel
Langer Stau an der Rader Hochbrücke
Nächster Artikel
Ortskern beschäftigt Kommunalaufsicht

Ein Mehrfamilienhaus im Kampenweg in Rendsburg: Hier ging ein aus Syrien stammender Mann mit einem Messer auf seine Ehefrau los.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Familientragödie in Rendsburg-Kronwerk: Ein 26-Jähriger soll seine schlafende Frau (22) mit einem Küchenmesser im Schlafzimmer attackiert haben. Die Frau wurde dabei aber wach und konnte sich mit Schnitt- und Stichwunden aus der Wohnung retten und das Mehrfamilienhaus verlassen.

Auf der Straße stieß das Opfer auf Passanten und wurde versorgt. Die 22-Jährige kam ins Krankenhaus. Ihre Verletzungen seien nicht lebensgefährlich, teilte die Polizei mit.

Kinder in Obhut des Jugendamts

Der Täter konnte kurze Zeit später von Polizeibeamten in der Wohnung festgenommen und abtransportiert werden. Die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Mord aus. Am Freitagabend wurde Haftbefehl gegen den Mann erlassen und der Tatverdächtige wurde in die JVA in Neumünster gebracht. Um die beiden Kinder des Paares kümmert sich jetzt das Jugendamt.

Was genau zu der Attacke mit dem Messer führte, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Der Tatverdächtige selbst befindet sich in Polizeigewahrsam und wird vernommen. Er machte jedoch laut Staatsanwaltschaft Kiel noch keine Aussagen zu den Gründen der Tat.

Polizei befragte Nachbarn

Die Wohnung liegt im Kampenweg im Rendsburger Stadtteil Kronwerk. Die Grünanlagen sind gepflegt und Anwohner freundlich. Am Morgen trafen Ermittler der Kriminalpolizei ein und untersuchten die Wohnung, befragten Nachbarn und sicherten Spuren. Die Polizei versucht den Verlauf der Tat zu rekonstruieren und Hinweise auf mögliche Motive des Tatverdächtigen finden. 

Bei der Tatwaffe handelte es sich um ein handelsübliches Küchenmesser, wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage bestätigt. „Der Täter konnte nach der Tat durch die Polizeibeamten in der gemeinsamen Wohnung widerstandslos festgenommen werden“, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler. Auch die Tatwaffe wurde sichergestellt. 

Da der Angriff auf die schlafende Frau mit einem Messer besonders heimtückisch ist, wurde beim Amtsgericht Kiel Haftbefehl wegen des versuchten Mordes beantragt.

Familiendrama in Hamburg

Das Verbrechen in Rendsburg geschah etwa 13 Stunden nach der Gewalttat am Hamburger Jungfernstieg. Dort soll ein 33-Jähriger - aus dem westafrikanischen Niger stammend - am Donnerstag seine einjährige Tochter und seine Ex-Lebensgefährtin mit einem Messer tödlich verletzt haben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Mehr aus Rendsburg 2/3