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Rendsburg Notfalls bleiben Biotonnen stehen
Lokales Rendsburg Notfalls bleiben Biotonnen stehen
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14:12 26.07.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Kompost: Eigentlich ein begehrtes Gut. Aber AWR-Chef Ralph Hohenschurz-Schmidt bleibt auf großen Mengen sitzen. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Borgstedt

Wenn der Absatz weiter stockt, könnte es zum Äußersten kommen, warnt AWR-Geschäftsführer. Dann blieben Braune Tonnen ungeleert stehen. „Das wäre die letzte Konsequenz, die wir auf keinen Fall wünschen. Wir haben uns einen guten Ruf aufgebaut. Wir garantieren Entsorgungssicherheit. Das ist unsere vornehmste Aufgabe. Das setzen wir dann mit einem Mal aufs Spiel.“

170 Kilo Stickstoff pro Hektar

In der Vergangenheit kauften Landwirte der Abfallwirtschaftsgesellschaft AWR gern Kompost ab. Das hat sich geändert. Denn die seit einem gutem Jahr geltende Düngeverordnung des Bundes legt die Obergrenze für die Ausbringung organischen Düngers auf 170 Kilogramm Stickstoff pro Hektar und Jahr für Äcker und Koppeln fest.

Die Grenze gilt auch für Kompost. Die Folge: Wer genug Gülle hat, kauft nicht noch Kompost. Vor zwei Monaten berichtete diese Zeitung erstmals über das Problem der AWR. Es bleibt ungelöst.

Notfalls

Den Kompost nennt Hohenschurz-Schmidt „braunes Gold“. Inzwischen ein Ladenhüter. Der Verkauf sei nicht mehr planbar. „Wir müssen täglich mit Landwirten telefonieren.“ Aktuell könnten Verhandlung mit einem Bauern aus dem Kreis Plön zum Erfolg führen. Dann müssten die Fuhren quer durchs Land rollen. „Das ist doch nicht Sinn der Sache.“

Absurd wäre es obendrein. Denn aus dem Kreis Plön kommen jährlich 8000 Tonnen Biomüll, die Bürger dort sammeln und die die AWR zu Kompost verarbeitet. Hohenschurz-Schmidt sagt: Weitere Abnehmer fände er in größerer Entfernung, etwa bis zur polnischen Grenze. „Wir machen das nicht. Das wäre ökologischer Schwachsinn.“ Joschka Knuth, Sprecher des Umweltministeriums: „Das ist nicht gewollt.“

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