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Erster Bürgerentscheid am Sonntag

Neue Heimat Erster Bürgerentscheid am Sonntag

Um die Zukunft der defizitären Seniorenwohnanlage Neue Heimat geht es beim ersten Rendsburger Bürgerentscheid am Sonntag. Die Mehrheit in der Ratsversammlung will einen Managementvertrag mit der „Brücke“. Dagegen wehren sich Angestellte und Bewohner, die den Bürgerentscheid durchgesetzt haben.

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Die Neue Heimat in der Schleswiger Chaussee ist das einzige städtische Pflegeheim in Rendsburg.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Susanne Reitel ist Angestellte der Seniorenwohnanlage und Sprecherin der Initiative, die den Bürgerentscheid durchgesetzt hat: „Wir wollen, dass die Neue Heimat auch weiterhin ausschließlich in der Trägerschaft der Stadt Rendsburg bleibt. Die Neue Heimat war von jeher eine soziale Einrichtung der Stadt.“ Sie gehöre wie Kitas und Schulen zur Daseinsvorsorge. Die Initiative setzt der Kooperation mit der „Brücke“ einen Ausbau des Hauses von jetzt knapp 100 auf dann 140 Plätze entgegen. Ihr Eigenkonzept führe das Haus ab 2022 in die Gewinnzone.

"Wir brauchen einen Partner"

Die Mehrheit der Ratsversammlung will eine Kooperation mit der „Brücke“, was als erster Schritt zur Teilprivatisierung des bisher rein städtischen Hauses gilt. Sie will so die Defizite reduzieren, die den klammen Stadtetat belasten. Klaus Brunkert (CDU), der Finanzausschussvorsitzende: „Ein einzelner Betriebsleiter und die Stadtverwaltung sind überfordert, ein konkurrenzfähiges Angebot auf diesem schwierigen Markt zu bieten. Dazu brauchen wir einen Partner, der über das nötige Knowhow und Synergieeffekte verfügt.“ Die „Brücke“ als Gesellschafterin des Seniorenwohnheims „Im Park“ in der Nachbarstadt Büdelsdorf habe das.

Griffiger Slogan

Die Initiatoren werben auf Plakaten mit dem griffigen Slogan „Ja zur Neuen Heimat“. Sie haben Gewerkschaften, die SPD, die Linke und den SSW an ihrer Seite. Am Sonnabendmittag ist eine Demonstration geplant. Auffällig zurückhaltend ist dagegen die Mehrheit in der Ratsversammlung. Bisher ist nur ein Infostand am Sonnabend auf dem Schiffbrückenplatz geplant, sagt CDU-Fraktionschef Thomas Krabbes. Das ist nach bisheriger Planung alles. Es sei schließlich kein Wahlkampf. Auch wenn Krabbes vehement widerspricht, klingt das nach dem Versuch, die Wahlbeteiligung möglichst niedrig zu halten, um den Bürgerentscheid scheitern zu lassen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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