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Rendsburg Die Hoffnung schwindet
Lokales Rendsburg Die Hoffnung schwindet
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22:10 27.03.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Die Zukunft der Waldorfschule sei ungewiss, erklärte der Kieler Jurist Reinhold Schmid-Sperber am Dienstag nach einem Termin im Neumünsteraner Amtsgericht. Schmid-Sperber ist Insolvenzverwalter des Vereins Waldorfpädagogik in Rendsburg, der Träger der Schule ist.

"Hohes Risiko"

Die Hoffnung auf eine Zukunft der Waldorfschule sei seit Freitag „deutlich gesunken“. An dem Tag sei der Versuch eines Vergleichs vor dem Arbeitsgericht gescheitert. „Dadurch kann sich der Prozess nun noch Jahre hinziehen, was ein deutlich sechsstelliges finanzielles Risiko für jeden neuen Träger bringt.“

Lehrerin wehrte sich

Es geht um eine Lehrerin, die nach eigenen Angaben seit Anfang 2016 mehrere fristlose Kündigungen von der Schule erhalten hat. Dagegen wehrte sie sich vor Gericht. Sie wolle weiter an der Schule arbeiten. Die Frau gewann im November vor dem Kieler Arbeitsgericht. Das war nicht das Ende. Ein Vergleichsversuch scheiterte. Nun kann sich das Verfahren weiter hinziehen.

Ende womöglich im Sommer

Schmid-Sperber: Er könne „nicht erkennen, dass der neue Elternschaft-Trägerverein oder ein anderer Übernehmer der Schule in der Lage wäre“, das Risiko in dem arbeitsrechtlichen Streit zu tragen. Schmid-Sperber hat den Beteiligten noch eine Frist bis zum 9. April gesetzt. Sollte es keine Lösung geben, müsse die Schule im Sommer schließen. Lehrer und Mitarbeiter erhielten die Kündigung. womöglich beginnt schon in einem Monat der Verkauf der Gebäude.

Suche nach Plätzen für Schüler

Die Schüler müssten nach den Sommerferien andere Schulen besuchen. Die Vorbereitungen laufen offenbar schon. Benachbarte Waldorfschulen prüfen, wie vielen Kindern sie Plätze anbieten können, erklärt Thomas Felmy, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen.

Die Waldorfschule hatte im Herbst Insolvenz beantragt.

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