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Rendsburg Grünen-Chef : Alles unter ein Dach
Lokales Rendsburg Grünen-Chef : Alles unter ein Dach
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14:26 12.07.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Die Feuerwehrtechnische Zentrale in der Berliner Straße in Rendsburg ist veraltet. Sie stammt aus den 1960er Jahren. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Was der Neubau eines gemeinsamen Feuerwehr-Kompetenzzentrums kostet, lässt die Kreisverwaltung prüfen. Anfang August soll das Ergebnis da sein.

Zwei Standorte

Der Löschzug Gefahrengut ist eine Art freiwillige Feuerwehr des Kreises, die bei Chemieunfällen ausrückt. In der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) prüfen, füllen und testen Techniker Atemluftflaschen, waschen und reparieren Schläuche nach Einsätzen.  Sie ist Dienstleister für die freiwilligen Feuerwehren.

Die Einheiten sind an unterschiedlichen Standorten untergebracht. Sie gehören unter ein Dach, findet Armin Rösener, seit fünf Jahren Fraktionschef der Grünen im Kreistag. Der Politiker setzt sich für ein gemeinsames modernes Feuerwehrzentrum samt Katastrophenabwehrzentrum ein. Er spricht von einem Kompetenzzentrum.

"Hätten schneller zugreifen müssen"

Rösener: „Meine Idee war, das Kompetenzzentrum auf das Gelände der ehemaligen Bundeswehr-Standortverwaltung zu bauen, gemeinsam mit einer neuen Wache der Rendsburger Feuerwehr. Das ist nicht mehr möglich, weil der Grundstückseigentümer, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, das Gelände inzwischen nicht mehr hergibt. Vor zwei Jahren hätten der Kreis oder die Stadt das Gelände noch kaufen können. Es ärgert mich maßlos, dass wir nicht zugegriffen haben."

Goldrand oder wirtschaftlich?

Ein XXL-Neubau mit FTZ, Gefahrgut-Löschzug und Katastrophenabwehrzentrum unter einem Dach wäre eine "Goldrand-Lösung" und "im Zeichen der sparsamen Haushaltsführung kontraproduktiv", findet Kreiswehrführer Mathias Schütte.

Rösener hält dagegen: "Das gemeinsame Zentrum wäre die wirtschaftlichste Lösung für die nächsten 30 Jahre. Wir hätten alle Kräfte gebündelt."

"Feuerwehr wäre schneller"

Rösener sieht einen weiteren Vorteil: "Wenn wir FTZ, Gefahrgut-Löschzug und das im Moment am Standrand untergebrachte Katastrophenabwehrzentrum unter einem Dach hätten, könnten wir bei einem Großfeuer, einem Chemieunfall oder einer Massenkarambolage auf der Autobahn viel schneller reagieren. Weil speziell ausgebildete Feuerwehrleute am Ort wären, könnte sofort ein Fahrzeug ausrücken."

Standort in Rendsburg-Süd

Als Standort für den Neubau schlägt Rösener das neue Gewerbegebiet in Rendsburg-Süd vor.

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