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Rendsburg Einzigartige Zeichnungen der Festung
Lokales Rendsburg Einzigartige Zeichnungen der Festung
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17:25 02.03.2016
Von Hans-Jürgen Jensen
Verena Lippert hat als Kuratorin die Ausstellung für das von Martin Westphal geleitete Historische Museum zusammengestellt. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Dr. Martin Westphal, der Leiter des Museums, ist begeistert von den historischen Ansichten: „Diese Zeichnungen strahlen bis heute eine Freunde am Detail aus.“ Verena Lippert hat die Ausstellung zusammengestellt: „Das Zusammenspiel von Zeichnung und Text macht die Bilder einzigartig.“ Die Werke stammen aus der Feder von Anton Ludwig Meinung, er war Festungszeichner im Dienst des dänischen Militärs.

Der im Jahr 1801 in Kopenhagen geborene Meinung war Leutnant in der damals dänischen Festung Rendsburg. Ab 1820 zeichnete er Karten, Ansichten, Pläne und Gebäudedetails, „die uns heute eine faszinierende Sicht auf die Festungsstadt Rendsburg im 19. Jahrhundert bieten“, schreibt das Historische Museum. „Über sein Privatleben ist sehr wenig bekannt“, erklärt Verena Lippert. Zuletzt habe er in der Herrenstraße gewohnt. Meinung starb 1878 in Rendsburg. Vermutlich sei er auf dem Garnisonsfriedhof im Stadtteil Neuwerk beerdigt worden, sein Grab existiere nicht mehr.

Die Ausstellung im Historischen Museum in Rendsburg ist bislang einzigartig. Sie zeigt in Skizzen und Zeichnungen Ansichten der dänischen Garnison zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

In seiner Ausstellung präsentiert das Historische Museum erstmals auch 39 Meinung-Zeichnungen aus der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen. Dazu sind zehn weitere Bilder aus dem Stadtarchiv und den Beständen des Historischen Museums zu sehen. Die Fielmann AG hat die Ausstellung finanziert. Ohne das Geld der Brillenherstellers „hätte diese Ausstellung nicht stattfinden können“, sagte Museumschef Westphal am Mittwoch bei der Vorstellung. „Bis zum heutigen Tag hat es keine Möglichkeit gegeben, die Zeichnungen öffentlich zu zeigen. Das ist schon eine sensationelle Ausstellung.“ Die Dänen haben beim Räumen der Festung Rendsburg im Jahr 1864 Meinungs Bilder mitgenommen, sagt der Historiker.

Sie habe im Stadtarchiv, beim Kirchenkreis, im Museums-Magazin und im Landesarchiv in Schleswig gesucht, als sie die Ausstellung vorbereitete, sagt Verena Lippert. Richtig fündig wurde sie in Dänemark. „Es lief alles darauf hinaus, dass ich mich auf den Weg nach Kopenhagen machte.“ Ein Jahr habe sie gebraucht, um die Ausstellung vorzubereiten. Auch diese Recherche bezahlte Fielmann. Für das Museum im Kulturzentrum Hohen Arsenal am Rendsburger Paradeplatz ist die Meinung-Sonderausstellung Auftakt zum Jubiläumsjahr.

Die Ausstellung Der Rendsburger Festungszeichner Anton Ludwig Meinung ist im Historischen Museum an der Arsenalstraße bis zum 30. April dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags von 10 bis 17 Uhr zu sehen.

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