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Rendsburg Krankenhäuser weiter im Minus
Lokales Rendsburg Krankenhäuser weiter im Minus
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13:14 21.09.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Die Imland-Klinik in Rendsburg. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Seit Jahren schreibt die Imland GmbH rote Zahlen. 2016 betrugen die Verluste den Angaben zufolge rund 900.000 Euro, 2015 erreichte die kreis-eigene Gesellschaft ein Rekorddefizit von fast 3 Millionen Euro. 2014 betrug das Minus 1,9 Millionen.

Verlustbringer verkauft

Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren trennte sich die GmbH von Seniorenhäusern in Eckernförde, Jevenstedt und Nortorf. Sie waren Verlustbringer.

Geschäftsführer versprach Wende

Vor gut einem Jahr kündigte Imland-Geschäftsführer Hans-Markus Johannsen eine schnelle Wende ins Positive an und sagte: "Die wirtschaftliche Konsolidierung läuft".

Jetzt sagt Johannsen: "Die 2015 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen haben erst zum Teil zu den erforderlichen wirtschaftlichen Ergebnissen geführt."

Gründe für Defizite

So begründet Johannsen die neuen Defizite: In der Geburtshilfe in Krankenhaus in Eckernförde arbeiteten nicht mehr Belegärzte sondern angestellte Ärzte. Dadurch seien Personalkosten gestiegen.

Niedergelassene Ärzte hätten Kooperationsverträge mit der Imland GmbH gekündigt. Die Folge seien sinkende Patientenzahlen. Das treffe besonders die Chrirurgie und die Innere Abteilungen der Kliniken. Die Zahl der Patienten sei im vergangenen Jahr um 300 auf 33.600 gesunken. Die GmbH hatte dagegen mit einem Anstieg gerechnet.

Das Eckernförder Krankenhaus hatte zudem mit einem schweren Imageverlust zu kämpfen. Die Staatsanwaltschaft führte monatelang Vorprüfungen wegen des Verdachts auf Korruption in der Geburtshilfe, stellte das Verfahren aber ein.

70-Millionen-Investitionsprogramm

Unterdessen plant die Imland GmbH für die kommenden Jahre ein 70-Millionen-Investitionsprogramm, kündigte ihr Geschäftsführer Johannsen an. So ist in Rendsburg eine neue Pflegeschule und der Neubau des Operationstrakts geplant.

Sana steigt aus

Daneben wurde jetzt bekannt, dass die Sana Kliniken AG einen seit 25 Jahren geltenden Mangementvertrag für die Krankenhäuser kündigte.

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