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Rendsburg Tschüss, Martin Schmedtje
Lokales Rendsburg Tschüss, Martin Schmedtje
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16:30 27.09.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

„Der Schmedtje“, wie er sich bisweilen selbst nannte, war ein Pressesprecher, wie ihn sich Journalisten wünschen. Die für Medienleute oft undurchschaubare Verwaltung kannte der Angestellte wie seine Westentasche. Benötigte Informationen besorgte er zuverlässig.

Unaufgeregt und locker

Wenn es schnell gehen musste, blieb er unaufgeregt. Verwaltungsdeutsch übersetzte er in verständliche Sprache. Um einen lockeren Spruch war er selten verlegen. Das war dann nicht zitierbar, half aber beim Einordnen der Information.

Kurze Tage

"Die Tage sind zu kurz", sagt er kurz vor dem Ende seiner Dienstzeit im ersten Stock des Rendsburger Kreishauses. Zu viel ist zu erledigen. In seinem Büro sortiert er am Donnerstag Akten, Ordner und Unterlagen. Im Kofferraum seines Autos hat er Umzugskartons, die er am Abend in die neue Wohnung nach Brunsbüttel fährt. In der vergangenen Nacht hat er die Kisten zu Hause in Breiholz gepackt. Nachmittags und abends war er noch in Brunsbüttel.

"Kribbeliges Gefühl"

Dort legte er in der Ratsversammlung seinen Amtseid ab. "Das war ein besonderer Tag für mich. Da war ich schon angespannt", sagt er und erzählt vom "kribbeligen Gefühl" bei der Autofahrt in die 13000-Einwohner-Stadt an der Elbe. Zur Vereidigung kam der langjährige Kreispräsident von Rendsburg-Eckernförde, Lutz Clefsen, als Gast. "Das hat mich gefreut."

In seiner bisherigen Heimatgemeinde Breiholz am Nord-Ostsee-Kanal war der 52-Jährige zehn Jahre lang ehrenamtlicher Bürgermeister. Die Bürgermeisterwahl in Brunsbüttel gewann Schmedtje im Juni im zweiten Durchgang. Dort ist er ab Montag hauptamtlicher Bürgermeister.

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