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Müssen die Gleise raus?

Bahnhof Rendsburg Müssen die Gleise raus?

Die Bahn bekommt den massiven Wasserschaden im Bahnhof in Rendsburg nicht in den Griff. Abdichtungsversuche hätte nichts gebracht, erklärt ihr Sprecher Egbert Meyer-Lovis auf Nachfrage. „Aus dem Gleisbereich“ laufe Wasser in den darunter liegenden Tunnel. „Nicht vor 2019“ sei der Schaden zu beheben.

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Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Bekannt ist der Schaden seit 2013. Anfangs tropfte es nur von der Decke des Durchgangs, der unter den Bahngleisen liegt. Massiv drang Wasser nach Angaben des Unternehmens vor knapp zwei Jahren ein. Inzwischen hat die Bahn einen Teil der Deckenkonstruktion freigelegt und die Wände mit Plastikplanen verhüllt. Hinter der weißen Folie bröckelt die feuchte Wand. Ein Loch in der Plane zeigt das Desaster.

Kunden reagierten mit Unverständnis. Ein Angestellter aus Rendsburg, der mehrmals in der Woche mit dem Zug nach Kiel pendelt, sagte am Donnerstag: "Ich finde es erbärmlich, dass die Bahn das Problem nicht in den Griff bekommt." Die Ursache für den Wassereinbruch ist bekannt, antwortet Bahn-Sprecher Meyer-Lovis auf Nachfrage dieser Zeitung schriftlich. Damit ist das Unternehmen einen Schritt weiter. Noch vor vier Monaten hatte es erklärt, der Grund sei unklar.

Inzwischen nennt Meyer-Lovis auch ein denkbares Verfahren, um den Schaden zu beheben: "Eine Möglichkeit zur Abdichtung wäre das Heraustrennen der Gleise und die Abdichtung der fraglichen Stellen von oben. Dies wäre jedoch aufgrund der sehr starken Streckenfrequentierung nur mit großem Aufwand und nicht vor 2019 realisierbar." Die Bahn sei zurzeit „auf der Suche nach einem Spezialverfahren zur nachhaltigen Abdichtung“. Das Unternehmen hat den Bahnhof erst bis 2012 aufwendig saniert und dann mit einem Festakt eingeweiht.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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