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Rendsburg Zwölf neue Namenstafeln
Lokales Rendsburg Zwölf neue Namenstafeln
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17:50 27.11.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Der Keramiker Uwe Lerch hat die alten und neuen Namenstafeln für das Jüdische Museum angefertigt. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Die rot geklinkerte Gedenkwand im Innenhof des Jüdischen Museums in der Prinzessinstraße in Rendsburg-Neuwerk gibt es seit 1997. Der inzwischen verstorbene Vorsitzende des Rendsburger Kulturkreises, Hans Heinemann, regte sie nach dem Vorbild des Jüdischen Friedhofs in Frankfurt an.

Erinnerung an den letzten Schächter

Gewidmet ist die Wand jüdischen Bürgern aus Rendsburg, die das NS-Regime verfolgte, ermordete und in die Flucht zwang. Unter den neuen Tafeln erinnern fünf an die Familie Schlumper des letzten Schächters in Rendsburg. Sie zog nach Angaben des Jüdischen Museums 1925 nach Kiel, weil sie keine Arbeit mehr fand. Niemand habe das NS-Regime überlebt.

"Die Geschichte vor Augen halten"

Das Jüdische Museum an der Prinzessinstraße ist auch Gedenkstätte, erklärte sein Leiter Dr. Carsten Fleischhauer. "Die Wand macht das sichtbar." Joachim Liß-Walther, der Vorsitzende des Freundeskreises, erklärte: "Unsere Aufgabe ist, die Namen mit ihrer Geschichte uns immer vor Augen zu halten."

Dr. Frauke Dettmer, langjährige Leiterin des Jüdischen Museums, sagte, nur noch ein Name fehle: Kurt Jacob. Die Geschichte des Mannes sei noch nicht aufgeklärt. Es gebe noch keine Informationen.

Das Jüdische Museum feierte vor wenigen Tagen 30-jähriges Bestehen.

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