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Rendsburg Ein Blick auf die älteste Urkunde
Lokales Rendsburg Ein Blick auf die älteste Urkunde
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09:28 08.10.2014
Von Malte Kühl
Bürgermeister Pierre Gilgenast zeigt die älteste Urkunde der Stadt. Quelle: Malte Kühl
Rendsburg

Die Urkunde stehe für ein wichtiges Ereignis in der Rendsburger Stadtgeschichte, sagt Bürgermeister Pierre Gilgenast. 1339 bestätigte Graf Gerhard der Große die Stadtrechte von Rendsburg in schriftlicher Form. 1999 feierte die Stadt ihr 800-jähriges Bestehen. 1199 wurde Rendsburg als „Reinoldesburch“ erstmals schriftlich in einer Chronik des Mönchs Arnold von Lübeck erwähnt.

Durch die Urkunde, die Graf Gerhard kurz vor seinem Tode im Jahr 1339 verfasste, gewann die Ratsversammlung deutlich an Einfluss, erläutert Gilgenast. Durch die umliegenden Ländereien, die Gerhard der Stadt schenkte, gewann die Stadt zusätzliche Einnahmen. Mit einer kleinen Feier am 6. Dezember möchte der Bürgermeister nun das Dokument würdigen.

Auch Museumsleiter Martin Westphal bestätigt die Bedeutung des Schriftstücks. Mit der Schenkung habe sich der Einfluss von Rendsburg deutlich vergrößert, sagt Westphal, „Ohne Gerhard III. hätte es die Stadt Rendsburg in seiner heutigen Form nicht gegeben.“

Auch an den Schulen soll Graf Gerhard behandelt werden. Mit einer Gerhard-Rallye sollen Schüler der Rendsburger Schulen Orte entdecken, die nach dem Grafen benannt sind. So will der Bürgermeister den Grafen Gerhard wieder ins Gedächtnis der Stadt rufen.

Da die Urkunde im Archiv der Stadt geschützt aufbewahrt werde, soll sie im Alten Rathaus ausgestellt werden, erläutert Gilgenast, aber nur für etwa eine Woche. Danach komme die Urkunde im Archiv wieder unter Verschluss. Einen kleinen Trost gibt es doch: Der Bürgermeister plant den Nachdruck der Urkunde, die es zu kaufen gibt.

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