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Polizei prüft Autofahrer in Rendsburg

Verkehrskontrollen Polizei prüft Autofahrer in Rendsburg

Die Polizei kontrollierte am Mittwoch in Büdelsdorf und Rendsburg Autofahrer. Es ging dabei um die Gurtpflicht und das Handyverbot am Steuer. Die positive Bilanz: Weniger Verkehrssünder als im letzten Jahr. Erwischte Fahrer zeigen sich einsichtig.

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Jan Lassen, Polizeiobermeister, winkt unangeschnallte Fahrer raus.

Quelle: Frida Kammerer

Büdelsdorf / Rendsburg. Die Polizei Rendsburg hat sich gestern an einer europaweiten Aktion zur Überwachung der Gurtpflicht beteiligt. Morgens standen die Beamten in Rendsburg in der Fockbeker Chaussee stadteinwärts, mittags wurden Fahrer in der Büdelsdorfer Hollerstraße stadtauswärts herausgewunken.

30 Verstöße bei 80 Fahrzeugen

Insgesamt kontrollierten die Beamten 80 Fahrzeuge. 30 Verstöße gegen die Gurtpflicht wurden festgestellt. Auch Jordan Koch erwischte es. Der 20-Jährige nahm es aber gelassen: "Ich finde diese Kontrollen richtig, es geht ja auch um meine Sicherheit." Weshalb er nicht angeschnallt war, kann er selbst nicht so genau erklären: "Hab’ ich heute einfach vergessen." So locker wie Koch nehmen es viele: "Insgesamt waren die Kontrollen von einem durchgehend freundlichen Klima begleitet", sagte Kai Breva, Polizeioberkommissar, der bei den Kontrollen dabei war.

100 Verkehrstote im vergangenen Jahr

In Schleswig-Holstein verstarben im vergangenen Jahr 100 Menschen bei Verkehrsunfällen, bei über 90.000 Unfällen insgesamt. Michael Weichenrieder ist Berufskraftfahrer und täglich unterwegs. Der 43-Jährige wurde herausgewunken, war aber angeschnallt: "Ich hab meinen Gurt noch extra für die Polizistin hochgehalten, weil man ihn auf meinem grauen Pulli so schlecht sieht." Nach einer kurzen Rücksprache konnte Weichenrieder weiterfahren – ohne Bußgeld.

Handy am Steuer kostet 100 Euro

Günstig sind die Verstöße nicht. Unangeschnallt Auto fahren, kostet 30 Euro und gilt als Ordnungswidrigkeit. Wer mit dem Handy am Steuer erwischt wird, muss mehr löhnen: 100 Euro. Dazu gibt es einen Punkt in Flensburg. Wer dabei andere gefährdet, etwa von seiner Fahrbahn abkommt, muss 150 Euro zahlen, bekommt zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.

Sensibilisierung als Ziel

"Beim Schreiben und Lesen von Textnachrichten erhöht sich das Unfallrisiko auf das 23-fache. Wer bei 50 km/h nur zwei Sekunden nicht auf die Straße schaut, ist fast 30 Meter im Blindflug", sagt Sönke Hinrichs, Pressesprecher der Polizei. Gestern wurden elf Fahrer mit dem Handy am Steuer erwischt. "Unser Ziel sind nicht die Verwarngelder, sondern die Bürger dafür zu sensibilisieren", sagt Breva. 2017 waren es noch 15 Fahrer, die mit dem Handy am Steuer saßen.

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Ein Artikel von
Frida Kammerer
Volontärin

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