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Der lange Weg zum Neubau

Rendsburger Schwebefähre Der lange Weg zum Neubau

Ein zähes Verfahren führt zum Neubau der Rendsburger Schwebefähre. Eine Spezialfirma für den Auftrag hat das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) noch nicht. Die Behörde ist mittendrin in Sondierungsgesprächen mit mehreren Unternehmen, sagt ihr Sprecher Matthias Visser.

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Rendsburg. Unter den Firmen, die sich im Sommer beim WSA gemeldet hatten, weil sie den Auftrag haben wollen, hat die Behörde inzwischen eine Auswahl von Betrieben aus der Region, aus Deutschland und Europa getroffen, erklärte Visser am Donnerstag. Deren Ingenieure gebe sich zurzeit im Rendsburger Dienstsitz des WSA am Kanalufer die Klinke in die Hand. Dort treffen sie auf Kollegen vom WSA. In diesen Sondierungsgesprächen gehe es um Details. Die mehrstündigen Einzeltermine laufen nach Vissers Worten voraussichtlich noch bis in den Frühling.

"Erste Pläne im April"

Der nächste Schritt folge voraussichtlich im April. Da geht es erstmals auch um Kosten. Denn dann reichen Unternehmen „die ersten unverbindlichen Planungen und Angebote“ ein. Auf dieser Basis „erfolgen dann die weiteren Verhandlungen“. Erst danach erwarte die Behörde verbindliche Angebote. Wenn diese ausgewertet sind, werde der Vertrag abgeschlossen. „Möglichst Mitte 2018“ solle es so weit sei, hatte Behördenchef Dieter Schnell vor vier Monaten angekündigt. Visser: „Es gibt bisher keine Hinweise, dass sich daran etwas ändert.“

"Sorgfalt vor Schnelligkeit"

Wann die neue Schwebefähre über den Kanal pendelt? Das könne er zurzeit noch nicht verbindlich sagen, erklärte der Sprecher. Das „hängt sicher auch maßgebend vom Bauzeitenplan und Bauablaufplan“ der Firma ab, die den Neubauauftrag bekommt. Warum der Weg bis zu einem Vertrag mit Bauzeitenplan so umständlich ist? Visser: „Es ist das Vergaberecht, das das so vorschreibt. Wir führen das geltende Recht aus.“ Und es gelte das Prinzip „Sorgfalt vor Schnelligkeit“.

Neben Kabeltrommeln

Die Schwebefähre wurde Anfang 2016 bei einer einer Kollision mit dem Frachter „Evert Prahm“ so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr reparabel war. Das Wrack steht am Rand des WSA-Bauhofs an der Rendsburger Blenkinsopstraße - auf dem Lagerplatz für Kabeltrommeln.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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