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Rendsburg Ro 80 Club wankelte nach Nortorf
Lokales Rendsburg Ro 80 Club wankelte nach Nortorf
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19:20 14.04.2019
Von Sven Janssen
Mit seinen NSU kam der Ro 80 Club international Stammtisch Nord nach Nortorf, wo die Oldtimer eindrucksvoll aufgereiht auf dem Parkplatz der Amtsverwaltung standen. Quelle: Sven Janssen
Nortorf

Als 1967 der erste NSU Ro 80 vom Band lief, hatte Helmut Sturm schon lange einen Blick auf ihn geworfen. „Das außergewöhnliche Design und die Technik, schon vorher in den Autozeitschriften besprochen, war einfach spannend“, sagt er. Gerne hätte er sich gleich einen solchen Wagen gekauft, aber knapp 18000 Deutsche Mark (DM) seien damals unerschwinglich gewesen.

115 PS hat der Kreiskolbenmotor des Ro 80

Das Besondere am NSU verbarg sich unter der Motorhaube: der 115 PS Wankelmotor, ein Rotationskolbenmotor, auf den auch das „Ro“ im Namen hinweist. Anders als beim Hubkolbenmotor wird die Verbrennungsenergie direkt in eine Drehbewegung umgesetzt. „Anfangs gab es mit den Motoren viele Probleme“, erinnert sich Sturm. Dichtleistenprobleme, Schwierigkeiten mit der Doppelzündkerze sorgten immer wieder für Werkstattaufenthalte, bei denen der Kreiskolben-Motor oft getauscht werden musste. Immerhin auf Kulanz des Unternehmens.

Knapp 34500 NSU liefen bis zum Produktionsende 1977 vom Band. Fast den letzten, bei dem alle Kinderkrankheiten behoben waren und der 1977 parallel zum Audi 100 produziert wurde, fährt heute Sturm. „Aus den Unterlagen ergibt sich, dass nach meinem NSU nur noch 32 Fahrzeuge gebaut wurden“, erzählt er. 2015 hat er den Oldtimer erworben und schraubt bis heute selbst daran.

Die Autormarke NSU hat nichts mit den Rechtsextremen zu tun

Dass man mit dem Oldtimer noch Überraschungen erleben kann, erzählt Doris Oelsner. „Nach einem NSU Oldtimertreffen sind Bekannte von uns von zwei jungen Polizisten angehalten worden, die ihnen die Weiterfahrt verbieten wollten.“ Die Polizisten hätten die große NSU Plakette gesehen und sie dem rechtsextremen Nationalsozialistischen Untergrund zugeordnet. Der Irrtum konnte nach einiger Zeit aufgeklärt werden, der Fahrer konnte belegen, das NSU der Hersteller sei und die drei Buchstaben auf den seit 1880 in Neckarsulm beheimateten Firmensitz hinwiesen. Wegen einer solchen Verwechslung seien auch schon Oldtimer angezündet und beschädigt worden, weiß Oelsner zu berichten. In Nortorf wurden die Oldtimer nur bewundert, ganz zur Freude ihrer Besitzer.

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Der Ro 80 Club international Stammtisch Nord aus Kiel machte eine Ausfahrt nach Nortorf ins Schallplattenmuseum.
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