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Rendsburg Rod Stewart in Eckernförde: Ein Weltstar mit Allüren
Lokales Rendsburg Rod Stewart in Eckernförde: Ein Weltstar mit Allüren
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18:41 12.07.2009
Eckernförde

Beginnt er um 20.30 oder schon um 20 Uhr? Unterschiedliche Ankündigungen des Veranstalters in den Medien sorgten im Vorwege für leichte Verwirrung. Alle, die sich rechtzeitig auf den Weg gemacht hatten, waren gut beraten, denn Rod Stewart betrat bereits um 19.50 Uhr die Bühne. Mit „Some Guys Have All The Luck“ eröffnete er unter dem Jubel der sichtlich erstaunten Fans und begleitet von einer exzellenten Band einen Abend mit vielen seiner Hits, die längst zu Klassikern geworden sind. Ob „Maggie May“, „Rhythm Of My Heart“, ob „Hot Legs“ oder „Da Ya Think I'm Sexy?“ - Rod Stewart singt sie professionell und authentisch. Da ist kaum Platz für Spontaneität. In allem etwas zu glatt und zu einstudiert, aber keineswegs unsympathisch. Da sieht man es ihm auch nach, dass er beim Blick von der Bühne aufs Wasser die Ostsee mit der Nordsee verwechselt. Später entschuldigt er sich dafür.Was ihm die Fans allerdings nicht verzeihen, ist sein Abgang. 21.20 Uhr: Nur eine kleine Zugabe, ein kurzes Winken - und weg ist er. Steigt hinter der Bühne in den S-Klasse Mercedes und lässt sich - ein Stück weit eskortiert von der Polizei - zurück ins Hotel nach Hamburg chauffieren.Zurück bleiben erstaunte, teils konsternierte Fans, die sich doch etwas mehr erhofft hatten. Urplötzlich ist es vorbei mit der Partylaune. Keine Musik mehr aus den Lautsprecherboxen, keine Ansage. Nix. Aus und vorbei. Die Besucher verharren noch einige Minuten im feuchten, schweren Strandsand. Viele treten gleich den Heimweg an. Gut eineinhalb Stunden früher als erwartet. Gastronom Andreas Derer, der für diesen Abend eigens 120 Aushilfskräfte eingestellt hat, um die knapp 10000 Fans mit reichlich Getränken zu versorgen, lächelt gequält. Ob er auf seine Kosten gekommen ist, lässt er offen. Zu erwarten ist es nicht.Auch für den Eckernförder Veranstalter Jens Skwirblies wird das Festival zum Rechenexempel. Bleibt er am Ende in den roten Zahlen? Er hatte mit einem größeren Zuspruch gerechnet. Mit bis zu 15000 Fans. Viele hat der Preis von 80 Euro pro Ticket abgehalten. Anderen war das Wetter vielleicht doch etwas zu wechselhaft. Auf der abgesperrten B76 hatten sich schon früh am Abend über 1000 Menschen versammelt, die sich den Eintritt ersparten, Rod Stewart zwar nicht sehen, dafür aber sehr gut hören konnten.Über eine Fortsetzung des Summer-Beach-Festivals nachzudenken, ist vielleicht noch etwas zu früh. Vieles spricht dafür, denn eine bessere Werbung kann es für Eckernförde kaum geben. Hotelbetreiber und Zimmervermieter sind mit Sicherheit auf ihre Kosten gekommen. Für Skwirblies nur ein schwacher Trost. Er wird davon nicht profitieren. Er hat Joe Cocker und Rod Stewart ins Ostseebad geholt. Doch von lobenden Worten und Schulterklopfen kann er nicht leben. Vielleicht sollte er es beim nächsten Mal - sofern es denn eines geben wird - mit (noch) nicht ganz aus ausgebufften Profis versuchen. Es muss ja nicht immer gleich ein Weltstar mit Allüren sein.

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Marion Haut ist ein Hardcore-Fan. Der Auftritt von Rod Stewart in Eckernförde war das 40. Konzert des Künstlers, das sie seit 1986 besucht.

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