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Wenn die Rakete vom Kurs abkommt

Brandgefahr bei Reetdach Wenn die Rakete vom Kurs abkommt

 Beim Abbrennen von Silvesterraketen hört in vielen Teilen der Gemeinden der Spaß auf. In einem Umkreis von 200 Metern um jedes Reetdachhaus gilt im Amt Molfsee ein Abbrennverbot für Raketen und Kleinfeuerwerk - auch auf allen Straßen rund um die 42 Hektar große Fläche des Freilichtmuseums.

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Sven Olsson von der Feuerwehr Molfsee warnt Besitzer von Reetdachhäusern. Sie sollten in der Silvesternacht ein Auge auf ihr Dach haben.

Quelle: Beate König

Molfsee. Auf dem Museumsgelände haben die meisten der mehr als 60 historische Gebäude ein Reetdach. Sven Olsson, stellvertretender Chef der Freiwilligen Feuerwehr Molfsee, und warnt: Zum Jahreswechsel ist Sturm angesagt. Windböen bedeuten eine erhöhte Gefahr für Reetdächer und mit Polysterol-Platten gedämmte Häuser, denn sie können Raketen schon beim Starten aus der Flugbahn bringen. 

Nachts das Dach kontrollieren

Olsen und sein Feuerwehrkamerad Thom Glas raten deshalb: Das Dach in der Silvesternacht häufiger kontrollieren. Auch Polystyroldämmung an Hauswänden brenne wie Zunder, wenn ein Querschläger die Putzschicht durchschlägt. Balkone sollten ebenfalls aufgeräumt werden falls hier Querschläger landen. Außerdem sollten alte Tannenbäume und gelbe Säcke entfernt vom Haus gelagert.

Einen Eimer Wasser bereitstellen

Etliche Einsätze in den Vorjahren hatte die Wehr allerdings wegen nachglühender Feuerwerks-Batterien am Boden. Die seien tückisch: „Es sieht aus, als wäre das Feuerwerk abgebrannt, im Inneren glüht es jedoch“, weiß Olsson. Ein hohler Baum, der in einer Silvesternacht mit Knallern befüllt worden war, brannte im Wald über Stunden weiter. Um an den Brandherd zu kommen, „wurde der Stamm aufgesägt“, erinnerte sich Glas. Tipp der Feuerwehrleute: Bodenbatterien nie gleich in die Mülltonne werfen oder neben Kunststofftonnen und gedämmte Wände stellen. „Zuerst einen Eimer Wasser drüber kippen.“

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