Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Rendsburg Kommt ein Kessel voller Musik?
Lokales Rendsburg Kommt ein Kessel voller Musik?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:12 05.12.2018
Von Beate König
Über die Zukunft des Kesselhauses als Museumsstandort sollen alle Nortorfer entscheiden: Ein Bürgerentscheid wurde auf den Weg gebracht. Quelle: bk
Nortorf

„Wir wollen einen Bürgerentscheid herbeiführen“, erklärte Michael Friedrich. Friedrich und der Mitinitiator Sven Kahle kommen aus dem Ortsverband der SPD, Mitinitiatorin Angelika Bretschneider von den Grünen. Für Friedrich, Vorsitzender des Finanzausschusses, entscheiden die Zahlen im 11,3 Millionen-Euro-Haushalt 2019: Die Stadt verschuldet sich mit 716.000 Euro neu. Die Rücklage werde in diesem Jahr komplett aufgebraucht.

Woher soll das Geld kommen?

„Wir können uns im Moment kein Museum leisten“, sagt Friedrich. „Nortorf ist eine Kleinstadt. Das Museum ist konzeptionell und finanziell eine Nummer zu groß.“ Eine Entscheidung für einen Umbau des Kesselhauses habe Tragweite. Von 70.000 bis 140.000 Euro Zuschussbedarf jedes Jahr geht die 175 Seiten starke Machbarkeitsstudie von 2015 aus. “Das ist normal für Museen. Aber woher soll das Geld kommen?“

Im Haushalt stehen eine Million Euro für den Umbau des Kesselhauses des Schallplattenpresswerks Teldec zum Deutschen Schallplattenmuseum. Die geschätzten Baukosten lägen bei 1,7 Millionen Euro. 450.000 Euro Fördermittel soll es vom Land geben. Wie bei allen öffentlichen Projekten sei jedoch mit einer Steigerung der Baukosten zu rechnen, schätzt Friedrich.

Alle Nortorfer können mit entscheiden

„Über ein Bürgerbegehren machen wir allen Bürgern die Entscheidung über einen Umbau des Kesselhauses zugänglich.“ Friedrich rechnet vor: In der Stadtverordnetenversammlung entscheiden aktuell Politiker, die nicht von 100 Prozent der Wahlberechtigten, sondern lediglich von den 45 Prozent, die zur Wahl gingen, gewählt wurden.

Der Weg zum Bürgerbegehren

Der Weg zum Bürgerbegehren: Laut Gemeindeordnung ist die Verwaltung dafür verantwortlich, eine Schätzung der Umbaukosten des Kesselhauses vorzunehmen. Die Kostenschätzung und Unterschriften von zehn Prozent aller Wahlberechtigten, das sind aktuell 569, werden von den Initiatoren des Bürgerbegehrens bei der Verwaltung eingereicht, sie gibt beides an die Kommunalaufsicht weiter. Ist das Begehren zulässig, kann sich die Stadtverordnetenversammlung dem Begehren anschließen. Lehnt sie das Begehren ab, muss die Verwaltung einen Bürgerentscheid organisieren.

Immer informiert: Lesen Sie alle Nachrichten aus Rendsburg.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Montag begannen die Arbeiten für die Schachtsanierung im Bereich der Bahnunterführung in der Straße Eiderkamp, doch dann tauchten Probleme im Erdbereich auf. Daher wird es auch noch ein paar Tage dauern, bis die Verkehrsbehinderungen in dem Bereich enden.

05.12.2018

In der Fußball-Verbandsliga West gewann der TuS Bargstedt dank einer geschlossen Mannschaftsleistung überraschend mit 4:1 beim Tabellen-Vierten WSV Tangstedt. Diese Leistung überzeugte auch die Sportbuzzer-Leser, die den TuS Bargstedt mit satten 44,9% der Stimmen zum Helden der Woche wählten.

05.12.2018

110 Meter hoch und aus Stahl war die Saturn-V-Rakete, die die ersten Astronauten zum Mond brachte. Zwei Meter hoch und aus Maisstärke ist das Modell der Rakete. Seine 3000 Einzelteile entstehen zurzeit im Druckerlabor des Berufsbildungszentrums an der Herrenstraße in Rendsburg.

Hans-Jürgen Jensen 05.12.2018