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Rendsburg Schönwohld feiert 750 Jahre
Lokales Rendsburg Schönwohld feiert 750 Jahre
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06:46 21.07.2018
Von Torsten Müller
Steinmetz Oliver Katrynski malte am Freitag in Schönwohld die Gravur des sechs Tonnen schweren Findling aus. Der Gedenkstein soll beim Dorffest im August aus Anlass der  750-Jahr-Feier offiziell enthüllt werden. Quelle: Torsten Müller
Achterwehr

In der Eiszeit vor Tausenden von Jahren hat er unfreiwillig eine weite Reise gemacht. Gletscher schoben den sechs Tonnen schweren Findling von Skandinavien bis nach Achterwehr. Bagger förderten ihn in der Kiesgrube Schönwohld wieder zu Tage, und die Firma Glindemann schenkte den Koloss jetzt den Schönwohldern als Gedenkstein.

Kieler Steinmetz schlägt Gravur in den harten Rotgneis

Der mannshohe Stein steht direkt an der Rendsburger Landstraße. Der Kieler Steinmetz Oliver Katrynski hat am Donnerstag die Gravur in den harten Rotgneis geschlagen. Am Freitag malte er die Vertiefungen im Stein mit Farbe aus. „750 Jahre Schönwohld: 1268 – 2018“, stand da zu lesen und darunter der Zusatz: „5./4. Jahrhundert vor Chr. Urnenstätte“. Bis zum Dorffest wird der Findling wieder verhüllt.

Erste urkundliche Erwähnung Schönwohlds 1268 im Kieler Stadtbuch

„Erstmals urkundlich belegt ist das Wort Sconewalde (Schönwohld) im alten Kieler Stadtbuch“, sagt Arno Bayer von der AG Dorfchronik Achterwehr. Dabei handelt es sich um die Beurkundung, dass sich ein Volrad aus der Dänischen Straße in Kiel Geld von einem Hecco aus Schönwohld geliehen hat. Eine Jahreszahl steht nicht dabei. 1268 ist aber nach Auskunft des Kieler Stadtarchivs „wahrscheinlich“, weil der nachfolgende Eintrag im Stadtbuch diese konkrete Jahreszahl erhält.

Archäologen bestätigen Besiedlung bereits vor 2500 Jahren

Für Arno Bayer ist aber klar, dass Schönwohld älter als die Urkunde ist. Nachweislich lebten schon vor 2500 Jahren Menschen im heutigen Ortsteil. Das hat in diesem Mai auch ein Gutachten des Archäologischen Landesmuseums Schloss Gottorf bestätigt. Urnenreste, die 1956 bei Kabelverlegungen im Bereich des heutigen Sportplatzes gefunden wurden, stammen demnach vom 5./4. Jahrhundert vor Christus.

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