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Rendsburg Bürgermeister stoppt die Öffnung
Lokales Rendsburg Bürgermeister stoppt die Öffnung
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06:00 30.10.2018
Von Wolfgang Mahnkopf
Silke Cleve: "Ich bin zu blauäugig an die Öffnung der Mensa herangegangen." Quelle: Wolfgang Mahnkopf
Büdelsdorf

Der Bürgermeister stoppte die auf Dauer angelegte Öffnung durch die Schulleiterin mit sofortiger Wirkung.

In einem Pressegespräch an diesem Montagmittag machte Hinrichs deutlich, dass Schule und Rathaus vertrauensvoll zusammenarbeiten, er aber im Vorwege über die dauerhafte Öffnung der Mensa mit ihren 100 Plätzen nicht informiert war. Der Bürgermeister erläuterte die beiden wesentlichen Gründe, die zu seiner Entscheidung geführt haben.

Rechtliche Voraussetzungen prüfen

„Es fehlt ein Beschluss des zuständigen politischen Gremiums, des Bildungsausschusses. Außerdem müssen wir die rechtlichen Voraussetzungen prüfen.“ Hinrichs betonte aber auch: „Oberste Priorität hat der Betrieb einer Schulmensa, aber als soziale Stadt können wir uns auch die Öffnung nach außen vorstellen.“ Der Zeitpunkt für die Öffnung der Mensa sei für ihn völlig offen.

Zuvor seien versicherungs- und steuerrechtliche sowie sicherheitsrelevante Fragen zu klären, aber auch Wettbewerbs- und Beihilferecht im Entscheidungsprozess zu berücksichtigen. „Die Vergabeausschreibung der Mensa hat sich nur auf den Schulbetrieb bezogen. Die Stadt als Schulträger stellt Räumlichkeit und Küchenausstattung einem Dienstleister kostenlos zur Verfügung.“

Für Auswärtige mehr nehmen

Bis Ende des Schuljahres 2019/20 ist die Start gGmbH, eine gemeinnützige Einrichtung des Vereins Brücke Rendsburg-Eckernförde, Betreiberin der Mensa. Derzeit zahlen Schüler für ein Mittagessen 3,90 Euro. Hinrichs: „Für Auswärtige müssten wir wohl mehr nehmen.“ Nach Angaben von Andreas Guhl, stellvertretender Küchenleiter, nehmen zwischen 20 bis 40 Schüler täglich am Mittagessen teil. Start betreibt in Rendsburg die Mensa für Schüler der Christian-Timm-Schule und der Grundschule Mastbrook.

Mit dem Umfeld keine Berührungsängste

Silke Cleve nannte mehrere Beweggründe für die Einbeziehung der Bürger, die ihres Wissens auch in der Eichendorff-Grundschule in Kronshagen stattfindet. „Wir sind eine offene Einrichtung und haben mit dem Umfeld keine Berührungsängste. Durch die Öffnung der Mensa können wir mit Nachbarn ins Gespräch kommen und Kontakte, beispielsweise für ehrenamtliche Mitarbeit in der Schule, schaffen.“ Sie räumte ein: „Ich habe die Sache zu blauäugig angepackt und die Rechtslage falsch eingeschätzt.“ Sie sei unglücklich über den Verfahrensablauf, hoffe jedoch, dass das Thema erfolgreich zum Abschluss gebracht wird.

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