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Rendsburg Schulexpress sorgt für Sicherheit
Lokales Rendsburg Schulexpress sorgt für Sicherheit
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22:13 09.11.2018
Quelle: Sorka Eixmann
Flintbek

 „Mit dem Schulexpress haben wir vor fünf Jahren ein Verkehrsprojekt entwickelt, an dem Eltern, Lehrer, die Gemeinde und auch Verkehrsexperten wie die Polizei mitgewirkt haben“, erinnert sich Lehrerin Ilka Lammers, die das Modell in Niedersachsen kennen- und schätzen gelernt hat.

Die Idee: Der Schulexpress ist ein so genannter Walking-Bus, der ohne Eltern-Begleitung funktionieren sollte. Dafür werden Haltestellen eingerichtet, an denen sich die Schulkinder treffen, um gemeinsam zur Schule zu gehen. „An diesen Haltestellen können auch Kinder, deren Weg zu lang ist, um ihn zu Fuß zurückzulegen, aus dem elterlichen Fahrzeug aussteigen, um den Rest mit Klassenkameraden zu laufen“, erläutert Lammers das Konzept.

Vorteile sind Bewegung, Sauerstoff und Sicherheit

Die Vorteile liegen für die Grundschullehrerin auf der Hand. „Die unübersichtliche Verkehrssituation zu den Bring- und Abholzeiten vor der Schule wird entzerrt. Die Kinder bekommen mehr Bewegung und tanken Sauerstoff. Und zwar vor und nach dem Unterricht. Die Kinder sind nicht allein unterwegs, sie treffen sich auf dem Schulweg.“ Damit werden Kinder auch ein Stück selbstbewusster ist Lammers sicher.

Zu den Einschulungen wird das Projekt den Eltern vorgestellt, es gibt Plakate mit Straßennamen. „Dort werden dann Punkte geklebt, um zu zeigen, welches Kind wo wohnt. Wenn dann deutlich wird, dass Kinder nahe aneinander wohnen, dann wird sich verabredet und erstmals in Elternbegleitung losgelaufen“, erklärt Lammers das Vorgehen. Zwölf Haltestellen wurden im Gemeindegebiet eingerichtet. Unterstützung gibt es noch von einem weiteren Hilfsmittel: die gelben Füße. „Die zeigen in der Gemeinde den Kindern, wo es sicher lang geht. Und auch, wenn beispielsweise ein Balken vor den Füßen gemalt ist, wo man stehen bleiben muss, wenn man an neuralgische Punkte wie Überwegungen kommt“, so Lammers.

Weitere Projekte zur Sicherheit

Mit dem Schulexpress verringert sich nicht nur die Zahl der Fahrzeuge an der Schule am Eiderwald, zu besonderen Zeiten ruft die Schule auch zur autofreien Woche auf. „Die Kinder, bei denen die Eltern auf das Auto verzichten, können Stempel sammeln. Die Klasse mit den meisten Stempeln ist dann Sieger.“ Weitere Projekte für die Sicherheit der Schulkinder gibt es immer wieder, „Wir machen immer wieder Schulexpress-Tage. Beim letzten haben wir den Kindern den Umgang mit dem toten Winkel beigebracht.“

www.schulexpress.de

Von Sorka Eixmann

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