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Rendsburg Sonde am Sportplatz misst Radioaktivität
Lokales Rendsburg Sonde am Sportplatz misst Radioaktivität
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10:25 05.08.2018
Von Beate König
Die Messonde auf dem Sportplatz misst seit 1997 Radioaktivität. Quelle: Beate König
Langwedel

Die Sonde ist Teil eines europaweiten Mess- und Frühwarnsystems. Die für Menschen nicht wahrnehmbare radioaktive Strahlung zu messen, ist eine staatliche Aufgabe. Nach dem Kernreaktorunglück in Tschernobyl 1986 wurde die Zahl der Messsonden bundesweit auf 2150 aufgestockt, vor rund zehn Jahen aus Kostengründen auf 1800 reduziert. In Schleswig-Holstein stehen 119 Sonden. Sollte eine radioaktive Wolke über dem Land schweben, kann ihre Ausbreitung mit dem Sondennetz nahezu in Echtzeit verfolgt und die Bevölkerung beinah ohne Zeitverzug gewarnt werden.

Bei Regen verdoppelt sich der Messwert

Die Sonde hat, wie alle Sonden bundesweit, schon Strahlung gemessen: Zieht ein Regenfront über das Land, bringt sie aus der Atmosphäre ausgewaschene Folgeprodukte des natürlichen Edelgases Radon mit. Bis um das Zweifache über Normalwert erhöhte Strahlungswerte werden dann für wenige Stunden gemessen, so Nicole Meßmer vom Bundesamt für Strahlenschutz. Die Teilchen zerfallen nach wenigen Stunden. Cäsium, dass beim Zünden einer Atombombe oder bei einem Kernreaktorunglück freigesetzt wird, brauche dagegen 33 Jahre, um zu zerfallen. Es würde das Warnsystem aktivieren.

Sonden stehen im Abstand von 20 Kilometern

Die 1,30 Meter hohen Sonde steht nahe des Sommerhäuschen des verstorbenen Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Einen Zusammenhang zwischen dem Politikerhaus und der Standortortwahl habe es nicht gegeben, erklärte Meßmer. Die Sonden wurden flächendeckend in einem Abstand von 20 Kilometern im Bundesgebiet aufgestellt.

Die Messdaten sind hier öffentlich im Internet abrufbar.

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