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Rendsburg Ein Naturschutzgebiet macht Arbeit
Lokales Rendsburg Ein Naturschutzgebiet macht Arbeit
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09:30 14.10.2018
Nicht nur für Reh- und Schwarzwild ein Paradies, auch Wasservögel genießen ihren Aufenthalt im Naturschutzgebiet. Rüdiger Marquardt genießt die Ruhe bei seinen Gängen durch das Revier. Quelle: Sorka Eixmann
Hörsten

Allerdings werden sie nicht nur von ihm betreut, Marquardt hat die Fläche vor einigen Jahren von der Stadt Rendsburg gekauft. „Das ist eine wunderbare Ausgleichsfläche für die Intensivflächen unseres Betriebes“, erklärt der 63-Jährige, der gemeinsam mit Ehefrau Andrea und seinem Neffen Fynn Marquardt Wagyu-Rinder züchtet. Für ihn steht in dem Zusammenhang fest: „Eigentum verpflichtet.“ Unterstützung in der Pflege des Naturschutzgebietes direkt am Flughafen Schachtholm bekommt Marquardt dabei vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein.

Artenreichtum erfreut Marquardt

Die Spülflächen Schachtholm gehören zur Gemeinde Hörsten, das rund 121 Hektar große Naturschutzgebiet ist unter der Nummer 171 in das Verzeichnis der Naturschutzgebiete des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume eingetragen. Es wurde 1995 ausgewiesen. Das Gebiet stellt ein ehemaliges Spülfeld am Rand des Nord-Ostsee-Kanals unter Schutz. Das Spülfeld ist beim Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals entstanden. „Das Gelände ist unglaublich vielfältig, es verfügt über verschiedene Sekundärlebensräume“, sagt Rüdiger Marquardt. So seien Trockenrasen-, Niedermoor- Wald- und Gebüschbiotope zu finden.

Vogelwelt und Wild zu Hause im Naturschutzgebiet

In der südlichen Teilfläche des Schutzgebietes befinden sich auch zwei Gewässer. Die Niedermoorbereiche werden von Schilfröhricht und Feuchtgebüschen eingenommen. „Hier brütet unter anderem die Rohrdommel, auch Säger und Eisvogel sind keine Seltenheit“, freut sich der Jäger über den Artenreichtum. Doch nicht nur die Vogelwelt zeigt sich im Naturschutzgebiet. Rehwild, Rotwild und Schwarzwild gehören zu den Bewohnern der Flächen, Niederwild wie Kaninchen und Hase fühlen sich dort ebenfalls wohl.

Arbeit am Boden und bei der Dokumentation

Wer ein Naturschutzgebiet betreut, der muss viel Arbeit investieren. „Dokumentation ist ein echtes Pflichtfach“, erklärt der Kobe-Züchter mit einem Schmunzeln. „Daran musste ich mich wirklich erst gewöhnen, aber da kann ich auch mit der Unterstützung durch den Landesjagdverband rechnen.“ Doch auch körperlich muss einiges getan werden, da sind dann häufig die Mitarbeiter des Betriebes involviert – beispielsweise bei der Entkusselung. „Das Entkusseln ist wichtig für den Moorbereich“, betont Rüdiger Marquardt. Mit Entkusselung wird in der Landschaftspflege die Beseitigung junger Gehölze von Heideflächen, Feuchtwiesen und entwässerten Mooren bezeichnet.

Von Sorka Eixmann

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