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Rendsburg Ständige Verjüngung bleibt ein Privileg
Lokales Rendsburg Ständige Verjüngung bleibt ein Privileg
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17:11 17.05.2009
Güby

Spoun zog einen humorvollen Bogen zu dem international wohl bekanntesten Internat der Welt, nämlich dem Zauberer-Internat Hogwarts aus den Harry-Potter-Romanen: „Zaubern will gelernt sein“, unterstrich Spoun, und ein wenig zaubern müssten sowohl die Lehrkräfte als auch die Schüler, um die Zukunft bewältigen zu können. Doch Schulen und Internate wie Louisenlund genössen ein Privileg: nämlich das der ständigen Verjüngung - mit jeder neuen Klasse, die nachkomme und sich mit den Ideen der nachrückenden Jahrgänge einbringe.

Eine Chance, die auch Schulleiter Werner Esser, seit Mai 2008 an der Spitze der Einrichtung, längst erkannt hat. „Wir brauchen kompetente Generationen - möglichst noch kompetenter, als wir es hoffentlich sind“, wünschte er sich, um die Anforderungen im Sinne von Kurt Hahn, dem Begründer der Erlebnispädagogik, zu bewältigen. Wie in Salem am Bodensee bereits angewandt, brachte Hahn seine Ideen bei der Gründung der Stiftung Louisenlund 1949 mit ein.

Verantwortung, Internationalität, Weltoffenheit, und diese Komponenten gepaart mit sozialem und politischem Engagement. So gerüstet sollten die Schüler zum Querdenken erzogen werden - gleich nach dem Zweiten Weltkrieg sei dies ein wichtiger Gedanke für eine verantwortungsvolle demokratische Gesellschaft gewesen, so Esser.

Einer dem Masseninstinkt unterlaufende Auswirkung wie zu Zeiten des Nationalsozialismus sollte so für alle Zeiten ein Riegel vorgeschoben werden, betonte auch Ingeborg Prinzessin zu Schleswig-Holstein, Tochter des Stiftungsgründers. „Louisenlund ist von Menschen für Menschen gemacht, die selbstbestimmte Verantwortung übernehmen sollen“, sagte sie. Und: Louisenlund sei der ideale Platz für eine Bildungseinrichtung, war es doch schon immer ein Ort des Geistes gewesen, geprägt durch die Person des Landgrafen Carl von Hessen, der im Rahmen seines Kunst- und Wissenschaftsinteresses im 18. Jahrhundert neben dem Herrenhaus den Barock- und Landschaftsgarten erstellen ließ.

„Ein ganz besonderes Jubiläum“ nutzte auch Ministerpräsident Peter Harry Carstensen zu einem Grußwort. „Vor 60 Jahren wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet, Ihre Stiftung ist sogar ein klein wenig älter“, wandte er sich an Marie-Alix zu Schleswig-Holstein. „Ihr Engagement hat meinen Respekt und meine Anerkennung“, ergänzte er. Das Erziehungskonzept für die zurzeit 350 Schüler, nämlich die Übernahme von Verantwortung, habe sich bewährt. Eine dieser Einrichtungen, die die Sozialkompetenz stärken würden, seien auch die Louisenlunder Gilden wie beispielsweise die schuleigene Feuerwehr, betonte der Ministerpräsident - und just in dem Moment heulte die Sirene für einen Brandeinsatz. Für Carstensen kein Grund, sich aus der Ruhe bringen zu lassen. Probealarm? Das habe man doch extra arrangiert, scherzte er und fuhr fort: „Von Louisenlund kann das öffentliche Schulwesen eine Menge lernen.“

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