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Rendsburg Stück für Stück aus dem Ratskeller getragen
Lokales Rendsburg Stück für Stück aus dem Ratskeller getragen
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17:53 30.12.2009
Eckernförde

Stammgäste und alteingesessene Einwohner der Stadt reagierten betroffen, als gestern Tische und Stühle, aber auch Herde und anderes Küchenmobiliar aus dem Ratskeller getragen und auf Hängern verstaut wurden. Damit endete die fast 15-jährige Ära des Pächterehepaars Markus und Nikola Dietzel in Eckernfördes Traditionsrestaurant.

„Ein fünfstelliger Betrag mit einer Drei am Anfang dürfte am Ende wohl herauskommen“, zeigte sich Auktionator Wolfgang Mutz am dritten und letzten Tag der Inventarversteigerung zuversichtlich. Das sei ein gutes Ergebnis, bilanzierte er. Fast 90 Prozent der umfangreichen Auktionsliste konnten veräußert werden. Und mit dem Kleinteileverkauf sei man überaus zufrieden. „Da wurden Tonnen rausgeschleppt“, so Mutz.

Der Chef der Hanseatischen Auktionatoren GmbH aus Ratekau greift seit fast 25 Jahren zum hölzernen Hammer. Zunächst versteigerte er Grundstücke, später Schmuck, seit 1997 Inventar. Sein erstes Objekt: das Casino in Travemünde. Sein Verdienst: der 15-prozentige Aufschlag auf alle Waren. Den Ratskeller bezeichnet er selbst als kleineren bis mittleren Betrieb. Auffällig sei, wie er in den drei Tagen der Auktion festgestellt habe, die enge Verbundenheit zahlreicher Eckernförder zu „ihrem“ Ratskeller. Viele seien nur gekommen, um sich ein Souvenir zu sichern.

Doch es gab auch andere, wie zum Beispiel Reiner Woweries, Betreiber des Gäste- und Tagungshauses Samain in Loose, der einige Regale erstanden hat. Oder Helmuth Ehlers vom Restaurant Zum Elbblick in Bielenberg, zwischen Glückstadt und Kollmar gelegen. Für seinen Saalbetrieb hat er Tische und Stühle des Ratskellers erworben. Den kompletten Tresen wird man künftig im Gemeinschaftsraum einer Bundeswehreinheit wiederfinden.

Doch verschiedene Gegenstände werden an Ort und Stelle bleiben - zum Beispiel das große hölzerne Steuerrad im Gastraum, das die neuen Pächter, Mario und Manon Marzian, ebenso ersteigert haben wie das Mobiliar des Ratszimmers. Und das legendäre Waffenzimmer bleibt im wesentlichen erhalten.

Trotz eines guten Gewinns, den Mutz erzielt hat, zeigte auch er sich ein wenig betroffen von der Versteigerung, die dadurch zustande kam, weil keine Einigung über einen Abstandspreis für das Inventar zwischen altem und neuem Pächter erzielt werden konnte. „Vielleicht wäre es für beide Seiten besser gewesen, wenn man sich verständig hätte“, meinte der erfahrene Auktionator.

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