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Rendsburg Glück gefunden in der neuen Heimat
Lokales Rendsburg Glück gefunden in der neuen Heimat
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06:00 21.11.2018
Von Florian Sötje
Verwundet und geflohen: Tarek Saad (25) aus Syrien hat in Deutschland Fuß gefasst. In Felde spielt er mit Pinscher Paulina. Quelle: Torsten Müller
Felde

In Syrien war Saad als Journalist aktiv. Bei einem Kampf zwischen der freien syrischen Armee und der Regime-Armee filmte er die Situation und wurde plötzlich von einer Kugel in der Schulter getroffen. Anhänger der Opposition brachten ihn in die Türkei, wo er von deutschen Ärzten der Organisation Ärzte ohne Grenzen behandelt und mehrfach operiert wurde. Acht Monate blieb er dort, die Rückkehr in seine Heimat war zu gefährlich.

Ehrenamtler entscheidend für die Integration

Saad flüchtete nach Europa, landete nach mehreren Zwischenstationen in Felde. Das größte Problem in der Anfangszeit: Vertrauen. „Ich hatte immer Angst, weil ich nicht wusste, ob ich jemandem vertrauen kann. Es brauchte Zeit, da etwas aufzubauen“, erzählt Saad. Viel Unterstützung bei der Integration bekam er durch die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer vor Ort. „Das Sozialamt hat mir damals eine Wohnung zugewiesen, und das war’s. Durch die ehrenamtlichen Helfer hat meine Integration gut geklappt. Ohne sie hätte ich mich wahrscheinlich nur in einer Parallelgesellschaft bewegt oder wäre in der Schwarzarbeit gelandet“, blickt Saad zurück.

Politisches Engagement in der SPD

Heute spricht Saad fließend Deutsch, studiert Politik- und Islamwissenschaften an der CAU Kiel und ist Mitglied der SPD. Mittlerweile engagiert sich Saad im SPD-Kreisvorstand und bei den Jusos in Rendsburg-Eckernförde. Sein zentrales Thema: natürlich Integration. „Ich möchte den politischen Dialog. Denn Flüchtlinge sollten mitreden, wenn es um Integration geht“, sagt Saad. Strebt er für die Zukunft eine politische Karriere an? Zunächst müsste er eingebürgert werden, um gewählt werden zu können. „Ich habe die Voraussetzungen, aber das braucht noch ein paar Jahre. Zunächst möchte ich weiter studieren und mich in der SPD politisch engagieren“, erklärt der 25-Jährige.

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