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Rendsburg Niedrigwasser: Sprungbrett gesperrt
Lokales Rendsburg Niedrigwasser: Sprungbrett gesperrt
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17:29 24.07.2018
Von Frank Scheer
Das Ein-Meter-Sprungbrett am Bordesholmer See ist wegen der geringen Wassertiefe vom Ordnungsamt gesperrt worden. Quelle: Frank Scheer
Bordesholm

Hauptursache für den niedrigen Wasserstand: Der Kalbach als wichtigster Zufluss ist bereits komplett ausgetrocknet. Laut Pegelmessung, die regelmäßig im Internet veröffentlicht wird, lag der Wasserstand im See am 15. Juli bei 25,52 Meter über NN. Das sind bereits 22 Zentimeter weniger als im Juli 2017 – und die heißen Tage sind gerade angebrochen. Angesichts der Wetterprognosen könnte es in diesem Jahr einen historischen Tiefstand geben.

Ordnungsamtsleiter Sven Ingwersen erklärte die Sperrung des Sprungbrettes so: "Wir können nicht mehr sicher sein, dass die notwendige Tiefe an dieser Stelle da ist." Auch die Trennungsleine zum Schwimmerbereich soll um einige Zentimeter ins Gewässer hinein verlegt werden. „Damit die Kleinen im Nichtschwimmerbereich auch noch Spaß haben können“, sagt Kiki Senckpiel von der DLRG-Badeaufsicht. Von Tag zu Tag zieht sich die Wasserkante zurück. "Man kann quasi zusehen", sagte Ingwersen schmunzelnd. Der See ist ohnehin nicht besonders tief. Acht Meter an seiner tiefsten Stelle.

Ansätze von Algen sind bislang nicht erkennbar

Im Juli und August ist eigentlich Algenzeit: Deshalb hat Lia Brunke, seit Frühjahr neue Umwelttechnikerin von der Amtsverwaltung Bordesholm, den See regelmäßig im Auge. 2017 begann die Blüte bereits im Mai, gefolgt von zahlreichen Badeverboten im Sommer. Mit dem Dienstfahrrad fährt sie einmal pro Woche verschiedene zugängliche Stellen am Gewässer an und schaut nach dem Rechten. „Ansätze von Algen sind aber nicht sichtbar“, urteilte sie Ende letzter Woche .

Dass die Algenblüte in diesem Jahr nicht auf dem Vormarsch sei, könnte am mangelnden Nährstoffnachschub wegen der Trockenheit liegen. Weder durch Regen noch von den Feldern über den Kalbach werde der See so wie sonst gespeist. Aber auch in anderen Gewässern in Mittelholstein, wie beispielsweise am Westensee, ist derzeit keine Algenblüte feststellbar, teilte Martin Schmidt, Sprecher vom Landesamt für Natur und Umwelt (LLUR) in Flintbek, mit.

Badewasserqualität ist hervorragend

An der Freibadestelle Bordesholm ist der See momentan 23 Grad warm.Das Land lässt einmal pro Monat die Badewasserqualität untersuchen. Die letzte Messung war am 9. Juli. Bei der Analyse wird das Wasser auf Bakterien untersucht. Der Bordesholmer See liegt bei den beiden untersuchten Parametern weit unter den Grenzwerten. Auch an der Gaststätte Seeterrassen, die neben der Freibadestelle liegt, ist das Niedrigwasser zu sehen – dort hat es sich bereits einen Meter von der Befestigungsmauer zurückgezogen. Vom absoluten Niedrigstand der letzten 30 Jahre, der bei 25,03 Meter (Juli 1998) liegt, ist man aber noch weit entfernt.

Daten zum Pegelstand des Bordesholmer Sees.

Informationen zur Badewasserqualität

Algen und Bakterien sind am Bordesholmer See kein Problem, aber die Wasserkante zieht sich wegen der Trockenheit immer mehr zurück.
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