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Rendsburg Flintbek auf dem Weg zur Nachhaltigkeit
Lokales Rendsburg Flintbek auf dem Weg zur Nachhaltigkeit
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17:54 11.10.2018
Umwelttechniker Marcel Dönicke möchte Flintbek als Fairtrade-Gemeinde eintragen lassen. Für die Baumwolltaschen der Gemeindekita wurde die Idee bereits umgesetzt. Quelle: Sorka Eixmann
Flintbek

Die Entscheidung war knapp: „Mit vier Ja-Stimmen bei drei Gegenstimmen setzten sich die Befürworter der Kampagne durch. Der Beschlussvorschlag muss im Dezember während der Gemeindevertretersitzung allerdings erneut positiv entschieden werden“, erklärt Dönicke den weiteren Ablauf. Bislang sei die Gemeindekita die einzige öffentliche Einrichtung in Flintbek, in der darauf geachtet wird, dass nachhaltige und fair gehandelte Produkte einkauft und verbraucht werden, sagt Dönicke.

Fair gehandelter Kaffee im Rathaus

„Sollte sich die Gemeinde entscheiden, am Bewerbungsverfahren zur Fairtrade-Gemeinde teilzunehmen, müsste aber einiges mehr gemacht werden“, weiß Dönicke. Der faire Handel müsse auf kommunaler Ebene unterstützt werden, unter anderem mit dem Kauf von fair gehandeltem Kaffee für das Rathaus und auch mit dem Angebot entsprechender Kekse oder Schokolade, wenn zu Veranstaltungen geladen wird. „Das ist eigentlich nicht schwer. Zudem sind die Kosten für diese Waren längst überschaubar.“

Standard nach klarem Regelwerk

Produkte, die mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet sind, werden nach den internationalen Standards von Fairtrade International angebaut und gehandelt. Bei den Standards handelt es sich um das Regelwerk, das Kleinbauernorganisationen, Plantagen und Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette einhalten müssen. Alle Zutaten eines Produktes müssen zertifiziert sein.

19 Kommunen sind zertifiziert

19 Kommunen im Land sind bereits zertifiziert, unter anderem gehören Kiel, Rendsburg, Husum oder auch Gnutz und Blunk dazu. Wenn der Beschlussvorschlag von den Gemeindevertretern in der Sitzung am 13. Dezember ebenfalls positiv beschieden wird, muss eine dreiköpfige Steuerungsgruppe gebildet werden. Dönicke ist zuversichtlich: „Auch das wird sicher kein Problem sein. Da werde ich mich selbst auch gern engagieren.“

Von Sorka Eixmann

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