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Rendsburg Ausschüsse über Zukunft der Linde uneins
Lokales Rendsburg Ausschüsse über Zukunft der Linde uneins
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15:20 21.09.2018
Von Sven Tietgen
Über die Zukunft der Linde diskutierten vor Ort schon vor der Sitzung Christoph Fischer (links) und Dominik Zett. Quelle: Sven Tietgen
Bordesholm

Gut zwei Stunden diskutierten am Donnerstag die Ausschussmitglieder und die rund 30 Zuhörer über das weitere Vorgehen auf dem Lindenplatz. Die große Mehrheit der Beiträge plädierte für den Vorschlag des Flintbeker Baumsachverständigen Hartwig Kahnt. Aus seiner Sicht machen die weiterhin austreibenden Stecklinge am Fuß des 700 Jahre alten Baums deutlich, dass dort noch Leben, die Linde sei praktisch unsterblich.

Alte Linde könnte neu heranwachsen

Mit baumpflegerischer Begleitung könnte aus einem der sogenannten Stockstecklinge eine neue Linde heranwachsen und sich im Laufe der Jahre als eigenständiger Baum mit eigenem Wurzelsystem entwickeln. Der Brandkrustenpilz würde den Sprössling nicht angreifen, die Chance auf Erfolg bezifferte Kahnt auf 90 Prozent.

Die Gerichtslinde war über Jahrhunderte das Zentrum Bordesholms.

Nur wenige sprachen sich für Rodung aus

Nur wenige Teilnehmer sprachen sich für eine Rodung der Linde mit anschließendem Bodenaustausch und der Pflanzung eines der Linden-Nachkommen aus, die seit sieben Jahren in einer Baumschule heranwachsen.

Zuschauer von Abstimmung überrascht

Umso überraschender war für viele Ortspolitiker und Besucher im Rathaussitzuungssaal die Abstimmungsergebnisse. Im Umweltausschuss gab es ein Patt mit Vier zu Vier Stimmen, der Kulturausschuss votierte mit knapper Mehrheit für die Rodung und Neupflanzung. In beiden Gremien stimmten SPD und Grüne für den Kahnt-Vorschlag, während CDU, FDP und UWB die Komplettrodung der Linde empfahlen.

Zum Auftakt der Sitzung hatte Bürgermeister Ronald Büssow die Auswertung der Vorschläge präsentiert, die von Bürgern eingereicht worden waren. Auch danach stehen sich Befürworter und Gegner einer Lindenrodung in fast gleicher Zahl gegenüber.

Am Donnerstagabend diskutuerten Kultur- und Umweltausschuss sowie rund 30 Zuhörer über die Zukunft der historsischen Linde in Bordesholm
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