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Rendsburg Wirtschaft will mitreden
Lokales Rendsburg Wirtschaft will mitreden
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20:04 06.09.2016
Von Hans-Jürgen Jensen
Lockere Atmosphäre: Gastgeber Jens van der Walle (links)  unterhält sich mit Hausherr Hans-Julius Ahlmann, dem Besitzer der Thormannhalle. Quelle: Wolfgang Mahnkopf
Büdelsdorf

Van der Walle sagte, es sei erstaunlich, dass die Politik sich häufig davor scheue, die Fachleute in der Region um Rat zu fragen. Die Unternehmer seien Spezialisten auf ihrem Gebiet. „Ich fordere die Politik dazu auf, mit uns in den Dialog zu treten. Nutzen Sie unsere Kompetenzen, denn nur dann erscheint mir ein politisches Handeln mit und für die Wirtschaft überhaupt möglich.“

Erneut griff van der Walle die Verkehrslage im Raum Rendsburg auf. Angesichts der jahrelangen Sanierung des Kanaltunnels, der zerstörten Schwebefähre, der maroden Rader Hochbrücke sowie der häufig gesperrten Rolltreppen und Fahrstühle im Fußgängertunnel werde Rendsburg zur uneinnehmbaren Festung und die Kanalquerung zum historischen Ochsenweg, polemisierte der Vorsitzende des Unternehmensverbands.

Gastredner der „Begegnung im September“ war Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender der Hansewerk AG. Es sei wichtiger denn je, den Ausbau von Windkraft und Solarstrom an den Ausbau des Stromnetzes zu koppeln, sagte er. Sein Unternehmen verfolge eine Doppelstrategie. Es habe einerseits in den letzten Jahren mit mehreren hundert Millionen Euro die Stromnetze in Schleswig-Holstein ausgebaut und mit neuen Technologien deutlich leistungsfähiger gemacht. Anderseits strebe die Hansewerk AG eine deutlich gesteigerte Nutzung des hier erzeugten „grünen“ Stroms in der Region an.

Jens van der Walle kritisierte indes, dass im Norden mehr Strom aus Windenergie produziert werde, als abgenommen werden könne. Eine komplette Nutzung müsse aber das Ziel für eine erfolgreiche Wende in der Energiepolitik sein. Van der Walle sah in dem Zusammenhang den Vorstandsvorsitzenden der Hansewerk AG an der Seite des Unternehmensverbandes.

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