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Rendsburg Naturpark Westensee sucht neue Wege
Lokales Rendsburg Naturpark Westensee sucht neue Wege
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07:00 13.07.2018
Von Torsten Müller
Klaus Langer (links) informierte Eike Fandrey, Vorsitzender des Naturpark Westensee-Obere Eider, und Marlies Fritzen, umweltpoltische Sprecherin der Grünen im Landtag, über das Projekt einer selbst bedienbaren Fahrradfähre über den Achterwehrer Schifffahrtskanal in Flemhude. Quelle: Torsten Müller
Quarnbek

Der Naturpark im Dreieck der Städte Kiel, Rendsburg und Neumünster umfasst eine Fläche von etwa 250 Quadratkilometern und besteht seit 1970. Die Besucher lieben die Mischung aus ruhiger Seenlandschaft, Hügeln und Wald – Nostalgie kommt auf. Doch auch die Verwaltung des Naturparks ist noch ein wenig wie anno dazumal. Sie liegt in den Händen eines Vereines, die Aufgaben werden ehrenamtlich geleistet. Andere Naturparks sind da schon weiter, haben sich professionalisiert.

Land erhöhte Förderung für die sechs Naturparks um 300.000 Euro

Eike Fandrey sieht durch die Aufstockung der Fördermittel des Landes andere Möglichkeiten. Die Jamaika-Koalition, so erläuterte Marlies Fritzen (Grüne), umweltpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, habe sich die Unterstützung der Naturparks auf die Fahnen geschrieben und die Fördermittel in einem ersten Schritt um 300.000 Euro erhöht – das sind 50.000 Euro für jeden der sechs. Das Geld ermöglicht erstmals auch eine Personalförderung. „Das ist für uns Gold wert“, sagt Fandrey. Der Biobauer im Hauptberuf arbeitet darauf hin, den Verein auf professionelle, hauptamtliche Füße zu stellen.

Naturparkverein will professioneller arbeiten

Ein Projektmanager soll durch das Einwerben von Fördergeldern „einen finanziellen Mehrwert generieren“, sodass sich die Stelle selbst bezahlt macht. Neben dem Tourismus will der Verein auch die Umweltbildung, vor allem für junge Menschen, sowie die Naturerlebbarkeit voranbringen und Schutzhütten errichten. Fandrey will den Blick weiten: Ihm schwebt eine personelle Kooperation mit dem Naturpark Hüttener Berge vor, zudem solle eine Stelle in Rendsburg im Haus der Wirtschaftsförderung angesiedelt werden. Marlies Fritzen lobt den „qualitativen Schritt“. Ein Naturpark stelle gerade in ländlichen und strukturschwachen Regionen einen Wirtschaftsfaktor dar.

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