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Rendsburg Der Hobby-Filmer und die Moor-Kraniche
Lokales Rendsburg Der Hobby-Filmer und die Moor-Kraniche
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11:40 11.10.2018
Von Beate König
Gero Janovsky filmte mit einer Bridge-Kamera 57 Kraniche auf der Wiese hinter seinem Haus. Quelle: Beate König
Dätgen

Der 69-Jährige legte sich nicht direkt auf die Lauer. Er bereitete den Naturfilm-Dreh nur konsequent vor. Im Hausflur stand das Stativ für die Canon Sx55 schon parat. Die Kamera war mit Speicherkarte und Akku bestückt.

Die Kraniche landen jedes Jahr auf den Feldern rund um sein Grundstück in Dätgen. „Sie fressen sich mit Körnern, Insekten und kleinen Tieren satt“, beobachtet Janovsky seit sieben Jahren. 2017 zählte der Dätgener auf einem abgeernteten Maisfeld gegenüber der Garage sogar 107 Kraniche. Der Vogelbeobachter schätzt, dass die Kraniche im Zentrum des nahen Dätgener Moors rasten. „Da kommt kein Mensch hin.“

8000 Brutpaare leben in Nord- und Mitteldeutschland

Die grüne Wiese als Sammel- und Landeplatz im Norden seines Grundstücks sei neu, berichtete der Dätgener. Ihn überraschte, dass die Vogelschar nicht aufflog, als er beim Spazierengehen um die Hausecke bog. „Es sind absolute Fluchttiere.“

400.000 Stück der Langstreckenbezwinger wurden vom Naturschutzbund (Nabu) auf einer südwestlichen Flugroute in den Süden gezählt. Für die in Skandinavien, den baltischen Ländern und Polen gestarteten Tiere sind Brüchwälder, Felder und Auen
in Deutschland ein Zwischenstopp auf dem Weg in die wärmeren Gefilde. Kraniche überwintern in Frankreich, Spanien, Portugal und dem Nordwesten Afrikas.

Laut Angaben des Nabu leben in Nord- und Mitteldeutschland 8000 Brutpaare. In asiatischen Ländern gilt der schlanke Vogel mit den weiten Schwingen als Glücksbringer.

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