Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Segeberg Ein Modellversuch wurde zum Erfolg
Lokales Segeberg Ein Modellversuch wurde zum Erfolg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 03.07.2017
Von Jann Roolfs
Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach inmitten des Lebenswelt-Schule-Chores: Die rund 150 Kinder aus den dritten und vierten Klassen hatten nur zweimal für ihren großen Auftritt beim Kinderfest geprobt. Quelle: Jann Roolfs

Vor zehn Jahren war das Projekt etwas Besonderes, daran erinnerte Maja Hornberger die knapp 100 Gäste des Empfangs in der Mensa der Jürgen-Fuhlendorf-Schule (JFS). Als Leiterin der Kieler Regionalstelle der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) half Hornberger mit, als Bad Bramstedt die Vernetzung der Bildung startete. Die Stadt war damals eine von vier Modell-Kommunen bundesweit; Vorlagen gab es keine – aber Eltern, die ihre Kinder von 7 bis 17 Uhr in der Schule betreut wissen wollten. Als deren Vertreterin an der Grundschule Am Bahnhof kniete sich Carola Mann in die Organisation. „Es zahlte sich aus, dass Bad Bramstedt ein Dorf ist“, bilanzierte sie: Jeder kennt jemanden, der jemanden kennt, und so entstand „auf dem kleinen Dienstweg“ die Mischung aus pädagogischer Betreuung, Kursangeboten, Hausaufgabenhilfe und sozialer Unterstützung, die heute die Lebenswelt Schule ausmachen.

Der Bramstedter Verband des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) übernahm schließlich die Trägerschaft für das Projekt, „das hat uns sehr geholfen“, befand Mann. Ans Gymnasium JFS konnte das Konzept später eins zu eins übertragen werden, heute zieht es sich von der Krippengruppe bis zum Abitur.

Bürgermeister aus den umliegenden Dörfern, alle Bramstedter Schulleiter, Schulrat Volker Struve und Hans Stäcker aus dem Bildungsministerium – ein gebürtiger Bad Bramstedter – sowie Lokalpolitiker und Kita-Leiterinnen waren zum Gratulieren gekommen. Sie feierten mit Sekt, Häppchen, Musik, Ausstellung und Talkrunden auf der Bühne das Projekt, das zum Erfolgsmodell wurde. „Sie können stolz sein“, bescheinigte den Bramstedtern Christine Braun, die Leiterin der Kreis-Musikschule. Sie hob vor allem das „große Miteinander“ hervor.

Maja Hornberger von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung lobte ausdrücklich die Rolle von Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach: „Er hat verstanden, dass es nicht von allein geht“ und sich dafür eingesetzt, eine hauptamtliche Bildungsvernetzerin einzustellen. Das war bis März Helga Supola, die sich ebenfalls über das „Wir-Gefühl“ bei allen Beteiligten freute. Als Nachfolgerin hat ihren Job Sonja Köfer übernommen.

Christina Leonhardt vom Kinderschutzbund, Koordinatorin für die Kursangebote, verdeutlichte mit Zahlen den Erfolg von Lebenswelt Schule: Im Schuljahr 2010/11 wurden im Ganztagsschulangebot an den fünf Schulen (am Bahnhof, am Storchennest, Maienbeeck/Wiemersdorf, Hitzhusen/Weddelbrook und Bramau-Schule) 280 Kinder betreut, heute sind es 455, mehr als die Hälfte aller Schüler. Die Zahl der Betreuungsstunden hat sich im gleichen Zeitraum von 2600 auf mehr als 6000 vervielfacht.

Das Kinderfest am Sonnabend auf der Schlosswiese hatte noch am Freitag wegen Dauerregens auf der Kippe gestanden. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach hatte erwogen es abzusagen. Doch püntlich zum Beginn verzog sich der Regen und die Wiese wurde voll wie selten. Schulen, Kitas, die Verkehrswacht, der Wildpark Eekholt - etliche beteiligten sich an einem bunten Programm und am Ende tragen der Lebenswelt-Schule-Chor mit 150 Kindern vor dem Schloss auf.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Segeberg Unfall bei Hitzhusen - Zwei Schwerverletzte auf B 206

Auf der Bundesstraße 206 bei Hitzhusen sind am Sonntagnachmittag gegen 16.15 Uhr bei einem Verkehrsunfall zwei Menschen schwer verletzt worden. Sie wurden mit zwei Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen.

Einar Behn 02.07.2017

Eine Großübung für einen Löscheinsatz im Segeberger Forst zeigte Probleme auf. Die Orientierung im Wald für die Rettungskräfte ist schwierig, weil Markierungssteine verwittert sind. Und was noch mehr Sorgen bereitete: Kontakt ist im Wald trotz des neu eingeführten Digitalfunks oft unmöglich.

02.07.2017
Segeberg Parkplatz war überflutet - "Land unter" vor dem Antikschuppen

Eine Art zusätzlicher Segeberger See entstand am späten Freitag Abend auf dem Parkplatz des Antikschuppens in Bad Segeberg. Auf dem Gelände an der Rosenstraße floss der seit Stunden anhaltende Regen nicht ab, so dass um 22.35 Uhr die Freiwillige Feuerwehr alarmiert werden musste.

Michael Stamp 02.07.2017
Anzeige