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Segeberg 7000 Besucher bei 69 Veranstaltungen
Lokales Segeberg 7000 Besucher bei 69 Veranstaltungen
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16:47 06.10.2018
Organisationsteam zieht positive Bilanz der SE Kulturtage: Sabine Lück (v.l.), Rabea Breiner, Edda Runge. Quelle: Nadine Materne
Kreis Segeberg

Beatbox auf der Flöte, Konzerte in privaten Räumen, Performance in einer Kirche, Erzählungen im Wald oder am See – anders, außergewöhnlich sollten die Veranstaltungen sein, auch mal experimentell. „Unser Konzept ist aufgegangen“, sagt Sabine Lück. Das sei auch aus den Rückmeldungen von Veranstaltern, Künstlern und Besuchern ersichtlich.

Stimmung mit Gänsehautmomenten

Von Feedback-Bögen haben sich die Organisatorinnen Lück, Rabea Breiner und Edda Runge einige Zitate notiert. Von „Gänsehautmomenten“ ist die Rede und überspringenden Funken. „Toll, dass ich mich ausprobieren konnte“, schreibt eine Besucherin der Kreativwerkstatt. „Coole Musik in cooler Location“, findet ein anderer nach dem Wohnzimmerkonzert von Tim Jaacks bei Ursel Hahn in Nehms. 40 Menschen waren allein bei ihr zu Besuch.

„Ich hatte vorher noch nichts mit Kultur zu tun und es war sehr interessant“ – über solche Kommentare freuen sich die drei Frauen besonders. Auch Veranstalter und Künstler hätten zurückgemeldet, viele neue Gesichter entdeckt zu haben – im Publikum und auf der Bühne. Genau das sei das Ziel der SE-Kulturtage.

Über 400 Künstler haben sich an der fünften Auflage des Festivals beteiligt und vom 14. bis 30. September zu Ausstellungen und Konzerten eingeladen, oder in Werkstätten und Ateliers. Dazwischen setzten die Veranstalter mit eigenen Formaten Akzente. Mit der Kulturnacht in der Kirche Sülfeld etwa.

Außergewöhnliche Kunst an ungewöhnlichen Orten

116 Besucher wurden in der Kirche gezählt, wo das Thalia-Theater eine szenische Lesung von Moby Dick aufführte. Einen bleibenden Eindruck hinterließ der 15-jährige Milan Sperber, Schüler der Kreismusikschule mit seiner Beatbox-Einlage auf der Querflöte in der Kirche. „Das war wirklich außergewöhnlich, experimentell.“ 

Mit außergewöhnlichen Orten trumpfte vor allem das Kulturdorf Nehms auf. Das Märchen von der Meerjungfrau am See, Frühschoppen in der Schmiede beim Bürgermeister, Wohnzimmerkonzert, Picknick mit Live-Musik auf dem Gut Muggesfelde. „Wenn mal wat in Nehms los is, mööt we ook hingahn“, sagte eine Besucherin. „Und es waren wirklich viele Nehmser zu Besuch“, betonen die Organisatorinnen. Fast 130 allein beim Frühschoppen.

Kultur an ungewöhnlichen Orten, das soll in den nächsten Jahren auch noch weiter ausgebaut werden. Noch gibt es kein Kulturdorf 2019, aber Bewerbungen werden gerne entgegengenommen und wie dieses Jahr sollen die Veranstaltungen sich wieder über den gesamten Festivalzeitraum erstrecken. Das habe sich bewährt. Vor allem sind Dank einer Förderung aus Bundesmitteln die Formate der Kulturnacht und des Kulturdorfes gesichert bis 2020. Vom Kreis gibt es jährlich 66.000 Euro – vor allem für die Personalkosten. Dazu kommen weitere Sponsoren.

Von Nadine Materne

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