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Segeberg CDU und BVA servieren Wichmann ab
Lokales Segeberg CDU und BVA servieren Wichmann ab
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19:10 07.03.2018
Von Lutz Timm
Rund 100 Gäste verfolgten die emotionale Debatte um die Absetzung von Gerhard Wichmann (Grüne) im Bürgerhaus. Quelle: Lutz Timm
Alveslohe

Auch den Vorsitz des Bauausschusses musste der 68-jährige Wichmann abgeben, seine Fraktion sah bei BVA und CDU „Machtmissbrauch“ und „unwürdigem Stil“.

Der Antrag wurde mit 14 zu vier Stimmen angenommen

In einer emotionalen Gemeindevertretersitzung mit mehreren Unterbrechungen reichten die Stimmen der Fraktionen von BVA (neun) und CDU (fünf) am Ende leicht aus, um Wichmann von den Grünen (vier Stimmen) vor rund 100 Gästen aus dem Ehrenamt zu werfen. Die Absetzung war der vorläufige Höhepunkt eines monatelangen Streits um die Gründung eines Dorfladens.

Den überraschenden Antrag zur Absetzung Wichmanns reichte der Bürgerverein am 22. Februar ein ohne Begründung, Fraktionschef Ralf Kluge äußerte sich erst in der Sitzung im vollbesetzten Bürgerhaus dazu. „Herr Wichmann hat Informationen und Kontakte zu persönlichen Eigeninteressen genutzt“, sagt Kluge. Damit habe er seine Neutralitätspflicht verletzt und gegen die Beschlüsse der Gemeindevertretung gehandelt. Außerdem habe Wichmann den Namen eines möglichen Investors öffentlich gemacht und damit gegen die Vertraulichkeit verstoßen.

Wichmann will die Vorgänge durch die Kommunalaufsicht prüfen lassen

Wichmann wies die Vorwürfe als unbegründet zurück, auch der Name des Investors sei durch frühere Verfahren bereits in der Gemeinde bekannt gewesen. Er gab zudem eine persönliche Erklärung ab, in der er sich an die Einwohner wendete. „Zu meinem Schutz habe ich beim Landrat den Antrag auf Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen mich selbst gestellt“, sagt Wichmann. Mit Selbstanzeige wolle er den „unberechtigten Verdacht“ aufklären und sich entlasten. Der „erneute persönliche Angriff“ auf ihn sei „schäbig und einfallslos“.

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