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Segeberg Demo gegen neues Industriegebiet
Lokales Segeberg Demo gegen neues Industriegebiet
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20:15 08.11.2018
Von Michael Stamp
Die Initiative Wahlstedt demonstrierte vor der Begegnungsstätte gegen das geplante Industriegebiet. Quelle: Michael Stamp
Wahlstedt

Die Kritiker Eva und Albert Holm haben mittlerweile viele Mitstreiter gefunden – zum Beispiel Oliver Kuhnke, der am Blocksberg und damit in der Nähe des geplanten Industriegebiets wohnt. Zugleich fürchten sich die Nachbarn vor einem Steinbrechwerk, das ein Investor Torsten Ahlert in unmittelbarer Nähe des Bahngeländes plant.

Kernpunkt des Ärgers ist aber, dass neben einer Fläche mit 10 Hektar Gewerbe auf 8 Hektar auch Industrie zugelassen werden soll. Hier fordern die Initiatoren, diverse Branchen und Betriebe von vornherein als Käufer auszuschließen. „Die Stadt und die gewählten Stadtvertreter sind nicht willens, eine Negativliste für die ansässigen Betriebe und die geplanten Industrieerweiterungen preiszugeben“, klagt Kuhnke. „Des Weiteren ist eine Verdopplung des ortsansässigen Schrottplatzes in der Endphase des Bewilligungsverfahrens. Bei diesem Vorhaben ist noch nicht einmal das gefahrlose Entwässern des Grundstückes gewährleistet, da die Schmutzwasserentwässerung der Stadt Wahlstedt dafür gar nicht ausgelegt ist.“

Bei der Einwohnerversammlung contra Industrie, bei der Gewa hingegen pro

Kuhnke stellt die Frage, ob die Feuerwehr überhaupt für derlei Betriebe ausgerüstet ist. Weiterhin moniert er, dass das Protokoll der Einwohnerversammlung vom 29. August erst knapp zwei Monate später und nach wiederholtem Nachfragen online zur Verfügung stand. Kuhnke erinnert, dass in dieser Sitzung die Mehrheit der Teilnehmer gegen ein neues Industriegebiet votierte.

Das Thema wird in Wahlstedt sehr kontrovers diskutiert. Das zeigte sich bei der Gewa auch am Stand der Segeberger Zeitung. Dort stimmten 1055 Messebesucher für eine Industrieansiedlung und 785 dagegen. Im Planungsausschuss wurde nun trotz des Protestes vor der Eingangstür einstimmig für das neue Industriegebiet gestimmt. Das letzte Wort in dieser Sache hat allerdings die Wahlstedter Stadtvertretung. Dort dürfte es zu weiteren Kundgebungen gegen das umstrittene Vorhaben kommen.

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