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Bad Bramstedts Stadtverodnete sind sich einig

Am Bleeckplan gibt es keine Änderungen mehr

Von Einar Behn

Es bleibt dabei: Der Bleeck soll so umgestaltet werden, wie es an einem runden Tisch im April vereinbart worden war. Das beschloss die Stadtverordnetenversammlung einstimmig. Kritik, vor allem an der Anbindung der Altonaer Straße zulasten der Grünfläche vor der Raiffeisenbank, wiesen die Fraktionen zurück. Nur die FDP sieht dies kritisch, stimmte der Gesamtlösung aber auch zu.
Über die Grünfläche vor der Raiffeisenbank wird möglicherweise eine Straße gebaut. Einige Linden und auch das Denkmal, das 1895 am 25. Jahrestag der Sedanschlacht, aufgestellt wurde, müssen eventuell weichen.

Bad Bramstedt. Der Vorsitzende des städtischen Planungsausschusses, Fritz Bredfeldt (Bündnis 90/Grüne), betonte, dass nach einem dreijährigen Diskussionsprozess eine parteiübergreifende Lösung gefunden worden sei. „Unser Ziel ist die Verkehrsberuhigung auf dem Bleeck“, die mit den Plänen gelingen könne. „Es geht um die Überlebensfähigkeit der Innenstadt, wir müssen etwas tun, sonst hat sie keine Zukunft.“ Der Bleeck sei nur ein erster Schritt, „wir haben uns die ganze Innenstadt vorgenommen.“ Auch für die Hamburger Straße, sie soll zur Einbahnstraße in Richtung Süden werden, und für die Anbindung der Altonaer Straße an den Bleeck sei „die beste Lösung“ gefunden worden. Die Grünfläche vor der Raiffeisenbank mit den alten Linden werde dafür möglicherweise gar nicht in Anspruch genommen werden müssen. Eine Verkehrszählung soll darüber Aufschluss bringen.

 Auch Jan-Uwe Schadendorf (SPD) verteidigte die Verlängerung der Altonaer Straße und die Verkehrsführung der Hamburger Straße. Die Alternativvorschläge, die von Privatplaner Uwe Schnoor oder dem örtlichen ADAC erarbeitet wurden, führten zu Stauungen auf der Hamburger Straße durch Linksabbieger in Richtung Bleeck. „Wir müssten eine Abbiegespur bauen, die noch teurer werden würde.“ Das allerdings wird von Kritikern bezweifelt, weil nur noch der Anliegerverkehr die Hamburger Straße in Richtung Bleeck nutzen könnte. Eine Weiterfahrt in Richtung Norden wäre nach dem Vorschlag von Schnoor, der unter den Bürgern einige Anhänger für seine Pläne gefunden hat, nicht möglich.

 Volker Wrage (CDU) erklärte, der gefundene Kompromiss entspreche den CDU-Vorstellungen. „Ich hoffe, dass die Grünfläche vor der Raiffeisenbank nicht angetastet wird.“

 Dagegen betonte Joachim Behm (FDP): „Die Überplanung der Grünfläche schmeckt mir überhaupt nicht“ und das nicht nur, weil möglicherweise einige der 100 Jahre alten Linden gefällt werden. Jeder Umbau werde sich „deutlich im dreistelligen Bereich bewegen“, vermutet Behm. Deshalb stehe die Zustimmung der FDP unter einem Kostenvorbehalt.

 Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach hält es dagegen für falsch, „die Planungen nur nach dem Aspekt ‚kostengünstigste Lösung‘ auszurichten.“ Kosten verursachten alle Vorschläge.

 Nach der Sommerpause der politischen Gremien sollen die Ergebnisse der Verkehrszählungen vorliegen, die zum Teil schon stattgefunden haben. Im August wird der Planungsausschuss dann entscheiden, wie die Altonaer Straße verlängert wird und ob dafür Linden geopfert werden. Die Zeit drängt. Im Herbst stimmt der Lenkungsausschuss der Aktivregion Holsteiner Auenland über die Mittelvergabe für Tourismus fördernde Projekte ab. Kleinere kosmetische Veränderungen auf dem Bleeck könnten eventuell gefördert werden. Geld für den Straßenbau gibt das Auenland aber nicht.

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