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Segeberg Baggern für den Naturschutz
Lokales Segeberg Baggern für den Naturschutz
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17:45 25.09.2018
Von Karsten Paulsen
Baggern für den Naturschutz am Wardersee: Der für Gräben und Teiche gewonnene Boden wird abgefahren und für Erdwälle verwendet. Quelle: Karsten Paulsen
Westerrade

Norbert Busche aus Nehms hob mit seinem Bagger die ersten Wassergräben und jede Menge Boden für Teiche aus. Auf einer Fläche von 25 Hektar sollen ähnlich wie vor einigen Jahren bei Blomnath Feuchtgebiete für Wildgänse, Brachvögel, Wiesenpieper, Laubfrösche und Co. von Menschenhand geschaffen werden.

Experte aus Dänemark

Das Artenschutzprojekt erläuterten den Medien vor Ort Philipp Meinecke (Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein), Kåre Fog aus Dänemark (biologischer Bauleiter der Firma Amphiconsult) und Flächenmanagerin Henrike Hoffmann (Stiftung Naturschutz). Die Ausgleichsagentur ist eine Tochter der Stiftung. Sie sieht sich als Dienstleisterin an der Schnittstelle zwischen Projektträgern und Behörden, die Naturschutzauflagen festlegen, wenn Bauherrn Eingriffe in den Naturhaushalt vornehmen. Mit Hilfe der Ökokonten der Stiftung können Bauherren dieser Verpflichtung nachkommen und ein neues Stück intakte Natur schaffen.

„Damit können Ausgaben für solche Naturschutzprojekte refinanziert werden“, betonte Meinecke. Das neue Vorhaben am Wardersee, das in etwa vier Wochen abgeschlossen sein soll, erfordert Kosten von rund 35000 Euro. Darin sind die Erwerbskosten für die Wiesenflächen von vier Landwirten aus Westerrade und Schieren nicht enthalten.

Wasserlandschaft für Tiere optimal

Ziel der Naturschützer sei es, möglichst viel Wasser in der Fläche zu halten, um den Rast- und Brutvögeln wie Blässgans, Singschwan, Wiesenpieper und Kiebitz einen optimalen Lebensraum anzubieten. „Deshalb werden Gräben angestaut, was für eine zeitweise Überflutung der Wiesen in regenreichen Monaten sorgt.“

Zum Schluss wird das Gelände eingezäunt und mit Robustrindern beweidet oder gemäht. Die Vierbeiner werden als Ökorasenmäher dafür sorgen, dass die wilde Weide nicht zuwächst und für die Rastvögel übersichtlich bleibt.

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