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Segeberg Ausschusschef will raus aus Amt Itzstedt
Lokales Segeberg Ausschusschef will raus aus Amt Itzstedt
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19:25 12.03.2019
Von Birgit Panten
Arne Müssig glaubt, dass Tangstedt von der Amtsverwaltung Itzstedt nicht gut betreut wird. Er unterstützt eine Bürgerinitiative, die einen Anschluss an die Verwaltung in Norderstedt anstrebt. Quelle: Archiv
Itzstedt

Die  Tangstedter Bürgerinitiative (BI) hat zum Ziel, das Amt zu verlassen und sich der Stadt Norderstedt anzuschließen, verwaltungstechnisch und eventuell sogar als sechster Stadtteil. Müssig hatte sich zusammen mit zwei weiteren Mitgliedern aus CDU und FDP in Tangstedt in einem Interview der „Norderstedter Zeitung“ hinter diese Bestrebungen gestellt, obwohl er gerade erst im Februar dieses Jahres zum Vorsitzenden des wichtigen Zentralausschusses im Amt Itzstedt gewählt wurde.

Tangstedt im Kreis Stormarn stellt rund 6500 Einwohner des 19000 Bürger umfassenden Amtsgebietes.

2007 standen die Tangstedter vor der Entscheidung, wem sie sich verwaltungsmäßig anschließen wollten. Schon damals wurde nach Lamps Worten um das Pro und Contra gerungen, die Mehrheit entschied sich für das Amt Itzstedt. Seit dieser Zeit seien kritische Stimmen nicht verstummt. Vertreter der großen Gemeinde fühlten sich von der Amtsverwaltung nicht genügend unterstützt. Bürgermeister Jürgen Lamp sieht aber  Fortschritte durch die Aufnahme eines Amtsmitarbeiters im Rathaus Tangstedt.

Müssigs Mitstreiter Eckhard Harder (CDU) und Peter Larsson (FDP) stellten jedoch in einem Video heraus, dass sie sich nicht entsprechend der Bedeutung Tangstedts verwaltet fühlen. Dabei hat Müssig als Vorsitzender im Zentralausschuss alle Karten auf Besserung in seiner Hand, denn unter anderem ist dieses wichtigste Gremium innerhalb des Amtsausschusses für Verwaltungs- und Personalangelegenheiten zuständig. Dazu zählt auch der Wunsch nach mehr Platz im Amt für die Mitarbeiter. Müssig hatte sich bei der Januar-Sitzung stark dafür gemacht, vorhandene Räume in Tangstedt zu nutzen, um das Amt in den Ort zu integrieren.

Lamp wies darauf hin, dass es eine Parteientscheidung gegen das Amt nicht gebe. Er schätze die Stimmung der rund 70 CDU-Mitglieder in der Gemeinde auf ein Patt. Als Bürgermeister jedoch ließ Lamp durchblicken, dass seine lebendige Gemeinde bei einem Schritt in Richtung Norderstedt ihre Identität verlieren könne.

Deutliche Worte gegen die Bestrebungen der BI findet Amtsvorsteher Bernhard Dwenger. Müssigs Worte würden bei ihm und den Kollegen aus den Dörfern bitter aufstoßen. „Das passt nicht damit zusammen, dass er sich gerade zum Ausschuss-Vorsitzenden hat wählen lassen“, findet Dwenger.

Amtsvorsteher Dwenger steht nach wie vor zu seinen Worten nach der Wahl, dass er Tangstedt im Amt halten wolle. Die Überlegungen in Richtung Norderstedt könne er gar nicht verstehen. „Da haben sie doch gar nichts zu melden“, vermutet er. Auch Amtsausschussmitglieder aus Wählergemeinschaften und SPD äußerten sich mit Unverständnis über Müssigs Haltung, sich als Vorsitzender wählen zu lassen und gleichzeitig nicht hinter dem Amt Itzstedt zu stehen.

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